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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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tigen Verhandlungen eines von ihren Fürsten gehaltenen Bundes-tages zu Frankfurt, in Geduld üben.

Dieser Gang der Dinge ließ sich vorausschcn; denn die Wunderdes alten Testaments geschehen nicht mehr. So lange die Stadtbrennt, stellt man Zeremonie! und Titulatur und Etikette ein;man hilft oder flieht. Der Klügste oder Stärkste ist dann derLiebste. Stehen aber die Häuser wieder am alten Platz, stehenauch die Menschen wieder auf den alten Füßen. Der Herr Grafsicht verächtlich im Vorbeigehen den handfesten Handwerksmann,der ihm den Palast rettete; und das gnädige Fräulein schämt sichin der Seele, den braven Bauersmann mit beiden Armen um-schlungen zu haben, der sie aus den Flammen trug. Die Ord-nung ist wieder hergestellt, nicht die der Natur, sondern der Kunstund Vcrkünstelung; die alte Sitte gilt wieder, nicht das unver-dorbene Sittlichkeitsgefühl und ewige Recht.

So war's in Europa. Nach der Umwälzung hatte man eineRückwälzung gemacht. Alles bcquemte sich ins alte Geleis.Der Vortheil der Gesammthcit ward über den Vortheil der Ein-zelnen vergessen; der allgemeine Nutzen über den Eigennutz; dasGroße über das Kleine. Wie könnt' es anders sein? Die euro-päische Denkweise, in die Begriffe und Ueberbleibsel einer altfrän-kischen Vorwelt eng verwachsen und versponnen, konnte unmöglichdie Fäden alle zerreißen, mit denen sic an der gewohnten Um-gebung hing. Stoßet einen betagten Mönch aus dem Kloster, erwird entweder aus Gram über seine Freiheit sterben, oder dieganze Welt für ein Kloster ansehen. So blieb's, nicht wie eswar, sondern wie es gewesen. Die erblichen Stände sondertensich wieder gebührend von einander. Männer, in der Sturmzeitdurch eigene Kraft ausgezeichnet und gehoben, hießen und bliebenGlücksritter und Emporkömmlinge, oder man erfand ihnen, ausübermäßiger Gnade, und den Formen nichts zu vergeben, Ahnen