bisherige Administration beibehaltcn und englische Besatzung auf-nehmeu. — Ein vollzusammcngesetzter Rath mit allen Offizierenvernahm den Vorschlag, bewilligte ihn, und in Folge des Be-schlusses Unterzeichnete Lauffer die Kapitulation am 13. Septem-ber 1800. Die Ucbergabe der Kolonie selbst erfolgte erst fünfWochen später, bis mehrere englische Schiffe eintrafen.
Unterdessen leistete die Fregatte in der That die wesentlichstenDienste, die sie gewähren konnte, und die zugleich die allcrdrin-gendstcn waren. Denn nicht nur ward Bresseau gezwungen,seine Blokade anfzuheben und seine Fahrzeuge zurückzuziehen, daßman wieder Hoffnung hegen konnte, von irgendwo her Lebensmittelzu empfangen, sondern Kapitän Watkins lieferte auch Munitionund fünfzig gute Flinten. Damit ward Lauffer im Stande.,theils starke Spähwachten auszuschicken, theils diejenigen zu decken,welche Mundvorrath cinholen mußten; theils zur Hut der kleinenVesten Republik und Pieter May Vorwachten anzuordnen.Denn die Guadclonpesen streiften schon nahe bei dem Abhang derHöhe von Altona, und die Negersklaven schleppten schon Kanonenauf den Weg von PiScadero. Auch am Abhang beim rothenWeg, unweit dem katholischen Kirchhof, warfen die Franzosen eineStückschanzc aus, die am 13. September vollendet und den folgen-den Tag mit drei Achtzehnpfündern besetzt war. Aus diesen be-schossen sie die Stadt nnd Beste zehn Tage lang.
Ehe sie damit anfingcn, schickte Bresseau aber noch einenBrief an den Kolonialrath, mit Aufforderungen nnd einer Pro-klamation.— Die letztere verdient, weil fie Treiben und Ton dieserMenschen bezeichnet, in ihrem ganzen Inhalt gekannt zu sein:
„Im Namen der beiden verbündeten Republiken vonFrankreich nnd Batavien.
„Einer der konsularischen Agenten auf den Inseln im Wind,auf Sendung in Curaffao, in Erwägung u. s. w. beschließt: