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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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195
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diesen Dreimaster war man sehr verschiedener Meinung; in jedemFall schien seine Ladung verdächtig für Curassao gewesen zu sein.Entweder sollte diese in die Hände von Bresseau's Korsarenfallen, oder war geradezu für ihn bestimmt gewesen, und so hättendie Waffen auf jeden Fall zur Wehrbarmachung der Neger vonCurassao dienen müssen, wäre das Schiff nicht von den Britengenommen worden.

Hauptmann Watkins ließ dem Gouverneur sagen: wiewol inDiensten seiner britischen Majestät, gegenwärtig wirklich im Krieggegen die batavische Republik, stehe er doch nicht an, dem Gou-verneur so viel Hilfe, als er leisten könne, anzubieten, da er diebeklagenswertste Lage der Kolonie vernommen hätte. Er sähe schan-derhaftcs Unglück vor, und thue, was Menschlichkeit gebiete.

Der Gouverneur versammelte den Rath, und gab ihm Kennt-niß von Watkins Anträgen. Seltsames Geschick! Franzosen,Hollands Verbündete, standen als Feinde da; Engländer,. HollandsFeinde, erboten sich zur Rettung. Trauriges Schweigen herrschteim Rath. Jeder schien zwischen Pflicht und Verzweiflung zu wan-ken. Aber cs blieb nur Wahl, entweder mit den Engländern zuunterhandeln, oder in die Gewalt des Korsaren- und Negerge-sindels zu gerathe». An letzteres konnte Keiner ohne Grauen den-ken. Was war von einem Menschen, wie Bresseau, zu erwar-ten, der mit Mord, Raub und Verwüstung die Summen und Lie-ferungen vergalt, welche die Kolonie ihm, seiner Division und derFregatte La Vengeanee gemacht hatte, und die über hunderttausendGourden Werths betrugen!

Der Rath bevollmächtigte den Gouverneur, mit Watkins ein-zutreten , und vor allen Dingen zu vernehmen, unter welchen Be-dingungen derselbe Hilfe gewähren wolle. Watkins erwiederte:die Kolonie solle sich unter britischen Schutz stellen, und zwar nachden gleichen Kapitulationspunkten, wie Surinam, das heißt, ihre