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ben für Nothfälle an bundesverwandte Truppen ausgestellt hatte.Schmählicher war die Gastfreundschaft nicht zu mißbrauchen, alshier geschah, wo man Besitz von der Veste eines befreundetenStaates nahm, unter deren Schanzen sich wenige Tage zuvor einfranzösischer Korsar gerettet hatte, der von einer britischen Fre-gatte fast genommen worden war. Die Erscheinung von fünf eng-lischen Kriegsschiffen blieb offenbare Lüge. Auf keiner Seite vonCuraffao hatte man Schiffe wahrgenommen. Selbst die Franzosen,die damals auf der Insel wohnten, nannten es Märchen.
Sobald der Gouverneur Nachricht von der Landung hatte,brach er in der Nacht an der Spitze von fünfhundert Mann gegenSt. Michel auf. Als er bei den Häusern von Blaauw ankam,machte er Halt, und schrieb an seinen Fähnrich Fikkert, der diebeiden Vesten von St. Michel befehligte, einen Brief, mit Auf-trag, dem General Jcannet anznzeigcn, er solle seine Truppeneinschiffen, weil der Gouverneur mit hinreichendem Kriegsvolk dasei, die beiden Vesten zu besetzen, und die Franzosen, so wie ihreFahrzeuge in Schutz zu nehmen, wenn sie von einem Feind ange-griffen werden sollte».
Er wartete vergebens auf Antwort. Er schrieb einen zweitenBrief und schickte ihn mit dem Befehl ab, Fikkert solle selbst zuihm kommen. Auch darauf blieb die Antwort aus. Selbst dieTräger der beiden Briefe, weil man sie angchalten hatte, kehrtennicht zurück. Lauffcrs Verlegenheit stieg. Unmittelbar gegen Fran-zosen Feindseligkeiten zu beginnen, schien in der Stellung einesbatavischen Gouverneurs politisch unrathsam; aber es wäre auchin militärischer Hinsicht mehr als gewagt gewesen. Denn die Streit-kräfte waren durch den Zuwachs, welchen sie aus Guadeloupe er-halten hatten, auf zwölfhundert Mann gesteigert. Dazu hattensie, vermöge der besetzten Vesten, die vortheilhafteste Stellung.Besonders die neue Veste, weil sie auf einer damals unzugäng-