185
zufrieden, die zweideutigen Gäste los zu werden, setzte einige Fahr-zeuge in Requisition und stellte sie zu Bresscau's Verfügung. —Ein paar Tage nachher wandte sich dieser abermals an den Rath,und verlangte einigen Beistand an Geld. Man bewilligte ihmsiebentausend Gvurden (Piaster). Er kam mit neuen Bitten ein;der Rath erhöhte ihm die Summe.anf zehntausend Gourden, welcheder Gouverneur alsbald auszahlte. Kurz, was der Agent vonGuadeloupe begehrte, um seine Reise zu erleichtern, ward ihm zn-gcstandcn. Man rüstete ihm vier Fahrzeuge zum Transport seinerTruppe» vollständig aus; lieferte ihm alles erforderliche Geräthund Bedürfniß zur Reise; schoß ihm in Allem 10,500 Gourdenvor, sowohl den rückständigen Sold seiner Leute entrichten, alsandere Nothwendigkeiten der Division bestreiten zu können; theilteihm von den Vorräthen und Lebensmitteln, die damals in derKolonie eben nicht überflüssig waren, auf einen vollen Monat fürmehr denn neunhundert Mann mit; Arzneien, Kleinigkeiten allerArt, — nichts schlug man ihm ab. Auf Treu und Glauben,gegen schriftliche Versicherung, daß diese, wie die der Vengcancegemachten Lieferungen sogleich nach der Ankunft in Guadeloupegezahlt werden sollten, gab man willig und freudig.
Endlich hatten die Franzosen nichts mehr zu verlangen. Siewaren reichlich versorgt. Man erwartete in Curafsao voller Unge-duld den Augenblick ihrer Abreise, weil ihr Aufenthalt im Hafenden Handelsverkehr der Insel zerstört hatte. Denn natürlich wagtesich kein Schiff von irgend einer Nation her, sobald man vernahm,die Gnadeloupesen wären da.
General Jeannet kam zum Gouverneur, sprach vom Abscgeln,äußerte aber neue Bedenklichkeiten. Er fürchtete nämlich feindlichenFregatten zu begegnen, und in dem Fall wünschte er Erlaubnis!zu haben, in den Schiffsrheden oder Baien der Insel vor Ankerzu gehen oder landen zu dürfen, falls der Feind wagen sollte, dieZsch. Ges. Schr. 33. Thl. 8*