Erfordernisse» zu versorgen, daß sie davonsegcln könne; denn nunhatte er von Bresseau's Rache und Zorn Alles zu furchten. DerGouverneur verhieß sein Möglichstes binnen vier, fünf Tagen zuleisten. Aber die Fregatte konnte nun auch so lange nicht warten.Denn B resse au, empört durch die Widersetzlichkeit des Schiffs-hauptmanns, und vermuthlich vom Einverständnisse desselben mitdem Gouverneur belehrt, fuhr am 10. August Abends, angcthan mitder dreifarbigen Schärpe und von einigen Offizieren begleitet, nachder Fregatte, ohne Zweifel in der Absicht, den Schiffskapitän ver-haften zu lassen. Pitot, der auf der Vcrschanzung des Halben-decks stand, und argwohnte, wohin der Besuch zielen möchte, riefihm zu: cs dürfe Keiner an Bord kommen. Bresseau fluchte,schimpfte und rief der Mannschaft auf der Fregatte zu: ihr Kapitänsei vogclfrei (Irors ta tot) erklärt! Pitot dagegen schrie zurück:„Ihr seid Verräther, Nänbcrhorden! Geht ihr nicht Augenblickszurück, laß ich Feuer auf euch geben!" Wirklich zeigte sich einigeMannschaft unter Gewehr. Bresseau fand nicht für gut, dieErfüllung des Drohwortes abzuwartcn, und kehrte mit möglichsterGeschwindigkeit um. Von nun an war aber auch für Pitot hierkeine Sicherheit mehr; er hatte zu fürchten, seine Matrosen möch-ten aufgehctzt werden und Meuterei anstellen. Er ließ das Ankcr-tau kappen, die Segel aufziehen, und fuhr ab. Doch schickte erdem Gouverneur noch einen Offizier mit der Bitte, man möchtedie Franzosen nicht angreifen, sondern ihnen lieber alles Nöthigeverschaffen, damit sie nach Guadeloupe heimkehrcn könnten; auchversprach er, er wolle vor dem Hafen beilegen, um die noch übri-gen Lieferungsrechnungen zu durchsehen, und das Benöthigte nebstden Wechseln zu unterschreiben. Allein am ander» Tage war dieVengeance verschwunden. Wahrscheinlich halte sie der mächtigeStrom des Meeres weggeschleppt.
Unterdessen und zwar den gleichen Tag, als der Auftritt zwi-