entwaffnen und verhaften. Der General bat, weil er sein Unrechteinsah, nm Verzeihung; verhieß Gcnngthuung, und ersuchte umErlaubniß, nur eine Landwache halten zu können. Es ward ihmgewährt. Der Gouverneur gab ihm sogar die Losung des Tages.Doch traute dieser den schönen Worten Bresseau's und der beidenGenerale nicht ganz, sondern ließ die Wachten der Stadt durcheine Kompagnie Landwehr verstärken. Theils war es überhauptgut, gegen die zudringlichen Gäste vorsichtig zu sein, theils auchnützlich, um Unordnungen vorzubengen, welche durch Anwesenheitjener schwarzen Soldaten leicht möglich waren.
-t. Aufforderung zur Uebergabe.
Die Franzosen, lauersam und schlau, trachteten nur fester»Fuß zn fassen. Den dritte» Tag nach ihrer Ankunft bat GeneralJeannet, es möchte ihm bewilligt werden, einen Theil seinerTruppen ans Land zu setzen; es wären viel seiner Leute krank.Der Gouverneur, ohne sich dem Vorwurf der Unmenschlichkeit auS-zusctzen, konnte es nicht abschlagen. Es ward aber beinahe dasgesammte Kriegsvolk ansgeschifft. Es schlug am rothen WegeLager auf. Der Gouverneur, freilich mißvergnügt, konnte für denAugenblick nichts ändern. Bresseau beeilte sich nun gar nicht,die Geschäfte seiner vorgeblichen Sendung zu beenden. Stattdessen gingen die Franzosen mit den Bürgern freundlich um, brei-teten Gerüchte vom bevorstehenden Schicksal der Kolonie aus, fallsman Bresseau's Vorschläge nicht annehmen würde. Da hießes, die Stadt werde mit glühenden Kugeln zusammengeschoffenund verbrannt, die Veste geschleift werden; Alles müsse dann ohneGnade über die Klinge springen, und dergleichen mehr. Manwollte die Einwohner in Angst setzen, um sie zu stimmen. Täglich