darauf trat auch der von Guadeloupe mitgckommene General Jean-net') herein, abermals gefolgt von einem Schwarm Offiziere vonallerlei Farbe. Nach den ersten Höflichkeiten übergab Brcsseandem Kolonialrath ein Schreiben der obersten Behörde von Guade-loupe, und äußerte, nebst den Generalen Pelardy und Jean-net, den Wunsch, mit dem Gouverneur vertraulichen Zusammen-tritt zn haben, um Alles gütlich abznthun.
Der Gouverneur begab sich mit ihnen in ein besonderes Zimmer.Hier nun erklärte Brcssean mit schlichten Worten, die Agentschaftvon Guadeloupe habe für nöthig erachtet, Truppen nach Curaffaozn schicken, weil man in Guadeloupe bestimmte Nachrichten er-halten, daß die Engländer in Jamaika eine Unternehmung gegendie Insel rüsteten. General Jeannet sollte auf Curaffao denKriegsbefehl zur Vertheidigung der Kolonie übernehmen; undwelche Abänderungen rücksichtlich der Verwaltung der Insel vorzu-nchmcn wären, ward nebenbei sehr ausführlich auscinandcrgesetzt.
Der Gouverneur horte kaltblütig den wortreichen Vortrag an.Er wunderte sich mit Recht, daß die Herren zu Guadeloupe sogenau von dem unterrichtet waren, was auf dem entlegenen Ja-maika vorginge, und setzte in die Angaben gerechtes Mißtrauen.Er erwiedcrte endlich: „Ich habe Mannschaft genug, um allenUnternehmungen der Feinde, die sie mit ihren in diesen Gegendenbefindlichen Truppen wagen könnten, Widerstand zu thun. Imklebrigen wird der Kolonialrath auf die Anerbietungen des Bei-standes antworten, mit denen uns die Agentschaft von Guadeloupebeehren will." — Bresscau schien betroffen. Er bemerkte, daßauch die Ausrüstung der Fregatte La Vengeauce und die Rekla-mation wegen des Schiffes Mary Gegenstände seiner Sendung
') Oeffentlichc Blätter nannten ihn Gcnet, und titelten ihn sogar Ad-miral, beides mit Unrecht.