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und West- und Südwcstwinde erfolgen, welche, minder trocken,die anfstelgenden Dünste nicht verzehren, daher die Regengüsse er-folgen. Es ist also Wohl nicht durch den Ostwind die allmäligeAnhäufung der Dünste zmn Regen bewirkt. Hingegen liegen Cu-raffao und die übrigen Lecwardsinseln nahe an der Ostküste derTcrrafirma, deren Gebirge hier gleichsam eine Wetterscheidebilden, die Südwestwinde anffangen und brechen, so daß die Wol-ken besonders auf der Westseite des Gcbirgs sich sammeln, wodann Regen in Strömen herabfällt, während die Ostseitc trockenerbleibt. Auf der ostindischcn Halbinsel, ans Ceilon, in Arabien u. s. w.hat man die nämlichen, und noch weit auffallendere Erscheinun-gen. Eine andere Ursache der Trockenheit, vcrmuthe ich, liegt inder Armuth an Wäldern auf diesen Inseln. Die ersten hichcr ge-kommenen Pflanzer rodeten allen Wald aus. Die östlichen Ge-stade des benachbarten festen Landes sind ebenfalls nicht Holzreich-So wurden die Berge nackt und die Quellen verschwanden natür-lich immer mehr.
Die natürlichen Erzeugnisse des Bodens sind von keiner Erheb-lichkeit, wenigstens nicht für den Handel. Mangel an Feuchtig-keit und Regen schwächt den Pflanzenwucher. Man baut gegen-wärtig überall fast nichts als Mais, und so wenig Zucker, Baum-wolle, Tabak«, s. w., daß es kaum des Rennens werih ist. Manfleht aus den holländischen Preiskuranten voriger Jahrhunderte,daß die Baumwolle von Curassao von der ersten Güte gewesensein müsse. Die Indigopflanze wächst noch heutiges Tageswild umher im Grase. Aber Wege» Mangel an Holz und Wasserist der Anbau von beiden zu Grunde gegangen. Dagegen ist nochimmer viel Hornvieh-, Schaf- und Schweinezucht gewesen. DerBoden aller drei niederländischen Inseln bringt nicht Lebensmittelgenug für seine Bewohner hervor. Nach sehr genau aufgenom-mcnen Verzeichnissen verbrauchte man sonst (vor dem Jahr 1800)