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in Curassao, Bonapre und Aruba jährlich ungefähr 8300 FaßMehl und über 21,000 Scheffel Mais, was an Geldwerth über215,000 Pezos (zu zwei Gulden holl.) betrug.
Der vornehmste Erwerb der Inseln kam von der Schifffahrt,vom Handel und vom Schiffbau, Wegen der Nähe des spanischenSüdamerika's war hier für den Schleichhandel der größte Ver-kehr, ein wahrer Stapelplatz des westindischen Archipels. DieMenge der zuströmenden Fremden, welche Erfrischungen suchtenund jedes Gemüse theucr zahlten, belebte den Gartenbau, wie dieViehzucht, und steigerte den Werth der Grundstücke, Größe, Be-quemlichkeit und Sicherheit des Hafens machte Curassao zum Ruhe-orte der Schiffe. Hier besserten sie ihre Schaden aus. Daherfand man auf Curassao mehr und geschicktere Schiffszimmerleute,als im ganzen übrigen Westindien, Das Holz ließ man von Por-torico und andern Gegenden kommen. Auch der Maulthierhandelwar sehr einträglich, Er warf bestimmt eine Million Gulden ab.Man holte die Maulthiere von Venezuela und brachte sie von hierzu den übrigen westindischen Inseln,
Das alles hat sich aber seit den südamerikanischcn Staats-Um-wälzungen sehr verwandelt. Nun handeln die Südamerikaner un-mittelbar mit Wcstindien und Nordamerika; Curassao wird nichtmehr beachtet. Der Schleichhandel hört auf. Schon dadurchmußte auch der Gewinn Curassao's am Schiffbau vermindert wer-den, welcher sonst eine Million jährlich eintrug. Und seit demFrieden von Amiens ward er fast ganz vernichtet, weil Curassaoseitdem wenig Ruhe und Sicherheit genoß. Die Zimmerleute zer-streuten sich zum Theil auf den übrigen Inseln Westindiens, ESwurde seitdem jährlich mit Ausbesserung der Schiffe, die sonst zudem Behuf aus allen Gegenden hieher kamen, kaum soviel gewon-nen , daß man die Pfahlwerke an den Werften unterhalten konnte.