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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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Insel entstehen aus.den Felsen zwei kleine Quellen, die in einerArt Feld- oder Sickergraben zum Meere rinnen.

Die Bewohner müssen sich daher vorzüglich mit Negenwasscrbehelfen. Sie sammeln es sorgfältig in angelegten Wasserbehäl-tern, Sodbrunnen und Cisterncn. Man dämmt geschickt die Hal-den der Hügel, daß die Ströme des Regens nicht zum Meere ab-flicßcn, sondern sich in die Erde versenken, und nach und nach dieWasserbehälter füllen. Diese Vorsicht ist auf Curassao um so noth-wcndigcr, weil, wie überhaupt in den Tropengegenden, ein halbesJahr lang während der trockenen Zeit keine Wolke am Himmelerscheint, ja selbst zuweilen die Regenzeit ein ganzes Jahr langausbleibt. In solchen Fällen empfinden die Bewohner allerIn-seln unter dem Wind" oder der Lccwardsinseln die schrecklichsteVerlegenheit. Alles wird öde und das Vieh verschmachtet. Sowar im Jahre 1800, als es seit beinahe achtzehn Monaten nichtgeregnet hatte, mehr denn die Hälfte des Hcerdenviehcs gestorben.Fruchtbänme, Zitronen-, Ltmonicn- und Orangcnbänme starbenmeistens aus; nur die Kokosbäume bewahrten sich in der allge-meinen Dürre frisch. Dergleichen Trockenheit, während in denübrigen Gegenden dieser Zone der Regen in Strömen fällt, so-bald die Sonne, den Acquator überschreitend, sich dem nördlichenWendekreise nähert, wird von den hiesigen Bewohnern dem Um-stande zngeschrieben, daß der Luftstrom, von Osten oder Westenziehend, nirgends anfgehalten, mit seinen Wafferschätzen vorüber-fährt. Eben dieser Luftstrom aber werde, meinen sie, zum Vor-theile aller andern Inseln des großen Archipels, der den merika-nischen Meerbusen umspannt, vom festen Lande aufgehaltcn. DieWolken werden da gleichsam eingedämmt und verbreiten ihre Nie-derschläge. Aber wahrscheinlich sehr irrig glaubt man so. Dennes ist bekannt, daß mit Antritt der Regenzeit der beständige,trockene Nordost- und Ostwind aufhört, daß Windstillen eintreten,