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Den Franzosen entging die Wichtigkeit dieser Besitzung nicht.Schon im Jahre 1673 suchten sie dieselbe den Niederländern zuentreißen. Der damalige Befehlshaber der Veste Amsterdam warvon ihnen schon gewonnen. Sie näherten sich mit fünf- bis sechs-hundert Mann. Allein ihr Angriff ward unerwartet, sehr furcht-bar, vereitelt. Denn man hatte ln der Festung die Vcrräthereientdeckt, den Befehlshaber bestraft, und einen andern an seineStelle gesetzt, der pflichtmäßig handelte. Den Stolz Ludwigs XIV.verdroß das Mißlingen. Er schickte fünf Jahre später den Ad-miral d'Estrces mit achtzehn Kriegsschiffen und zwölf Fahrzeugender Flibustier gegen Cnraffao. Abermals vergeblich. Ein Sturmzerschellte die Flotte an den Klippen der Avesinseln. Seitdemblieb Cnraffao unangefochten.
Man hat bisher von Cnraffao und den dazu gehörigen Eilan-den sehr unvollkommene Beschreibungen gehabt. Um so willkom-mener mag Freunden der Länderkunde nachfolgende Schilderungsein, die aus den ächtesten Quellen erhoben ist und Wohl den Ein-gang zur Geschichte der Schicksale Curaffao'S in unserer Zeit zubilden verdient.
Die Insel, ungefähr noch einmal so lang, als breit, hat einehügelreiche Oberfläche. Zwischen den Hügeln erheben sich einzelneniedrige Berge, unter denen der zuckerhutförmige St. Chri-stophsberg am Mecrgestade den Gipfel am höchsten trägt. DieseAnhöhen find meistens kahle Felsen, hin und wieder dürftig mitGebüsch und Strauchwerk bedeckt. Zur Zeit, da man Cnraffaonnd die Nebeninseln entdeckte, waren sie noch von dichten Wäldernvon Brasilienholz beschattet, welche gegenwärtig gänzlich verschwun-den sind. Die Thäler haben gutes, auch tiefes Erdreich und sindvoller Wiesen und Pflanzungen. Nur zu beklagen ist, daß fastüberall dauerhafte Quellen und Bäche mangeln. Im Innern der