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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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das Eiland Curassao. Nicht entfernt davon erheben sich nocheinige andere kleinere Felscninseln, Bonahre, Aruba und AveS.Die Spanier besetzten dieselben schon im Jahre 1527, wegen dernachbarlichen Lage an den südamerikanischen Küsten, und bautensich darauf an. Hundert und sieben Jahre nach diesem bemäch-tigten sich ihrer die Holländer.

Der Gewerbsieiß dieser kaufmännischen Eroberer machte dasEiland Curassao bald zu einem der bedeutsamsten Punkte anden Küsten Amerika's. Das Klima war mild, der Boden frucht-bar. Man kannte keine besondere hier heimische Krankheiten.Der Hauptwurm oder Fadenwurm, welcher jetzt ganz verschwun-den ist, war nur von den Negern aus Afrika hieher verpflanzt, unddie giftige Spinne von Curassao selten gefährlich. Denn sie lebtnicht in den Häusern, sondern auf dem Felde, gewöhnlich untertrockenen Kuhfladen. Man nennt sie auf der Insel Orange,weil sie unter dem After einen orangegelben Fleck hat.

Die Nähe der reichen spanischen Besitzungen und die übelrech-nende Handelsklughcit des Madrider Hofes kamen Curassao zustatten. Hier häuften sich weitläufige Waarenlager, und trotz aller-königlichen Verbote kamen die Spanier, brachten Gold - und Silber-waaren, Gewürze, Farbenwaarcn und Leckereien, um dafür mitgroßem Gewinn Erzeugnisse Ostindiens und Europens cinzutauschen.Dieser Schleichhandel bereicherte die holländischen Schiffer, Kaus-leute und Pflanzer schnell. Am großen, sichern Hafen der St. An-nenbai, den die Veste Amsterdam schützen mußte, ward derHauptort Wilhelmstadt gebaut; zahllose Landhäuser bedeckten,umgeben von heerdenreichen Wiesen und Pflanzungen, die ganzeOberfläche der Insel. Neben Zucker, Tabak, Baumwolle, Maisund Maniok wurden im Schatten der Kokospalmen, Orangen,Zitronen und Limonien, die meisten Küchengewächse Europenserzogen.