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Holland annahm, und ihm die Besitzungen in beiden Welttheilengewährleistet wurden Und daß Napoleon es zum Grundgesetzemachte, daß die Kronen von Frankreich und Holland nie ans einemHaupte vereinigt werden sollten, schmeichelte auch die, welche beimVerluste äußerer Unabhängigkeit wenigstens noch einen Trost imDasein eines Hollandes fanden.
Aber alle Hoffnungen der Zukunft versöhnten nicht mit denSchmerzen der Gegenwart, und der Glanz der Königskrone ver-blendete kein Auge über das schmähliche Elend des Landes. Aus-geschlossen von Frankreichs Handelsvortheilen, und doch gezwungen,allen Feldzügen Napoleons zn folgen, nur vom Schleichhandellebend, unter einer Staatsschuld von beinahe neunzig Millionenerliegend, ohne Macht, ohne Ansehen, sank die Nation zur Muth-loflgkcit der Verzweiflung. Umsonst waren die Anstrengungen ihresKöniges, dies Schicksal zu mildern, und um so mehr, da Ludwigdie Freundschaft seines eigenen Bruders verloren hatte. Daß desmächtigen Bruders Unwille nicht dem ganzen Staate Nachtheilwerde, beschloß der König, sich selbst für das Wohl Hollands znopfern, und legte freiwillig und unerwartet die Königskrone znGunsten eines unmündigen Sohnes nieder.
Dies war der Augenblick, in welchem Napoleon Holland demfranzösischen Reiche einvcrleibte, und so mit wohlthätigcr Handden Todeskampf einer Nation endete, welche ohne Ruhm und Kraftlängst nur noch den Namen der Freien, ohne Freiheit, führte.
Der Untergang Hollands ist kein Werk der gegenwärtigen Zeiten,sondern wurde längst vorbereitet im Schoose der Vergangenheit.
Der holländische Republikaner war von jeher durch einen ganzandern Geist beseelt, als der römische oder schweizerische. Diesengalt das Vaterland mehr, als Neichthum durch Handel; dem