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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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159
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holländischen der Handel mehr, als die vaterländische Wohnstätte.Der Römer war außer Rom unter Barbaren, der Schweizer fühltaußer den Alpen sein Heimweh.

Der holländische Republikaner mußte seine Freiheiten und Rccht-same lieben, als die notwendigen Bedingungen, unter welchen erallein Gewerbssteiß und Handel und Wohlstand erlangen konnte.Der Römer liebte die Freiheit aus Stolz; der Schweizer liebtsie auch in der Armuth, und verschmäht den Reichthum, wenner der Preis derselben werden soll.

Die Niederländer waren von jeher duldsamer in ihren kirch-lichen, als in ihren politischen Interessen. In diesen blieben dieProvinzen und Städte unversöhnlich getrennt, wie sie cs schonunter den alten Häuptlingen von Flandern, Holland, Utrecht, Fries-land u. s. w. waren. Daher die mangelhafte Bnndcsform ihrerersten freien Verfassung, und der Sieg der Statthalter über dieParteien endlich die Schwäche Aller. Die Niederlande erfuhren,was alle Staaten von ähnlicher Verfassung, wie Griechenland,Deutschland, die Eidgenossenschaft, erfuhren.

Es ist leichter, die Freiheit erkämpfen, als bewahren; weil csleichter ist, in der Begeisterung, als in nüchterner Ucberlegnnggroß zu handeln.

Holland hörte nachdem Aachner Frieden (1748) ans, Kriegs-macht zu sein. Während ringsum andere Staaten ihre stehendenHeere vermehrten, minderten die Niederlande ihre Truppen, umGeld zu ersparen. Sic hatten sich selbst entwaffnet, während Frank-reich, Preußen, England, Deutschland am furchtbarsten gerüstetstanden. Schon seit der kriegerischen Lust- und Heerfahrt des Her-zogs von Braunschweig im Jahr 1787 konnte kein Holländer mehrohne Furcht zu Bette gehen, ob er nicht am andern Morgen alsPreuße, oder Franzose, oder als Engländer aufstehen werde?

Nach Napoleons Untergang empfingen die Niederlande, ver-