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einem einzigen Manne übertragen, der als Rath spensionärfünf Zahre lang im Amte stehen sollte. Aber Schimmel»penninks Tugenden waren in diesem Sturme unfähig, ein Vater-land zu retten, welches weniger durch den Verlust aller Ordnung,als durch den Verlust der Innern Tngendstärke, der Selbstständig-keit und der alten Hilfsquellen unterging.
Die Zeiten der unsterblichen Tromp und Ruhter waren ohneWiederkehr verschwunden; man vernahm von keinen holländischenFlotten mehr, die stch in den Ozean hinauswagten, den Neber-mnth Albions zu beugen. Was hätte auch die Republik, welcheim Zähr 1805 nur noch kaum fünfzehn Linienschiffe und eben soviel Fregatten aufzeigen konnte, der britischen Seemacht entgegen-stellen sollen? — Dagegen vernahm man von batavischen Land-truppcn, welche, den französischen Fahnen folgend, die Feldzügederselben gegen deutsche Fürsten unterstützen mußten.
Den Verlust des Ozeans schien eine Erweiterung des hollän-dischen Landgebiets ersetzen zu sollen. Aber was sind jene demMeere abgczwungencn Torf- und Sandfclder ohne Flotten, ohneFabriken, ohne Handel, durch welche sie allein verschönt und an-gebant werden? — Nur ein einziger Wunsch konnte dem Volkeübrig bleibe», welches, vom französischen Gebiete umschlungen,willenlos Frankreichs Leitungen folgen mußte; und dieser Wunschwar: gänzliche Einverleibung in das Reich Napoleons; Theilnahmean der Siegesbeute, an dem Ruhme, an den Handelsvortheilenseiner Nnterthanen. Mochte sich auch das vaterländische Selbst-gefühl gegen diese Vernichtung des Staates sträuben — nurin solchem Tode war noch Wiedergeburt zu hoffen.
Ein Schritt dazu geschah, als durch den Vertrag zu Paris(1806) Napoleons Bruder Ludwig die Königswürde von