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Provinzen, wozu als achte die Generalitätslande gefügt wurden;vereinfachte das Regierungspersonal; erweiterte die vollziehendeGewalt zu einem Staats-Bewind von zwölf Männern. Abernicht daher allein war des Landes Elend quellend; auch HollandsHandel war verschwunden.
Noch kurz vor dieser schrecklichen Epoche hatten die Holländerzu den ersten Handelsnationen gezählt; ihre Flaggen wehten nochauf allen Meeren; kein Volk trieb einen so starken Oekonomie-handel, besonders im baltischen Meer, wie ste; ihre Fabriken,ihre Fischereien, ihre Kolonien vermehrten jährlich die Summendes NationalwohlstandeS. Dies alles war nicht mehr. Die batavi-sche Republik, unfähig mit den geringen Uebcrbleibseln eigenerKraft nach eigenen Zwecken zu Handel», sah ihre Flotten durchdie Ueberlegenheit Großbritanniens verdrängt, ihre Kolonien ver-heert, ihren Verkehr ans bloße Küstenfahrt und Landhandel be-schränkt, und die Bank von Amsterdam bis zur Vernichtung er-schüttert. Der Friede oder vielmehr der Waffenstillstand von Amiens(1802) ranbte ihr noch die reichste ihrer Inseln, Ceylon.
Doch alle diese Unfälle zogen nur als Vorspiele vor großer»her. Der erschöpfte Freistaat behielt keine Zeit, die Kraft derGenesung zu sammeln, sondern ward schnell wieder in den neue»Krieg Frankreichs und Großbritanniens (1803) hincingerissen. Su-rinam und das Kap wurden Englands Raub; britische Schiffeblokirten Hollands Küsten; die Niedergeschlagenheit ward grenzen-loser, je sichtbarer die Summe der öffentlichen Schuld und dieVerarmung stieg.
Zum drittenmale mußte binnen zehn Jahren (1805) die hol-ländische Staatsverfaffung verwandelt werden. Man hoffte viel-leicht der Nation mehr Kraft zu verleihen, indem man ihrer Re-gierung erhöhte Gewalt und Einheit gäbe. So ward die Gesetz-gebung neunzehn hochmögendcn Herren und die Vollziehung