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des Prinzen Wilhelm von Oranien bot, erklärten sie sich vonspanischer Herrschaft los.
Doch für diese Unabhängigkeit hatten sie noch einen dreißig-jährigen schweren Kampf zu kämpfen, den Prinz Moriz vonNassau, als Statthalter, in Wilhelms Fußstapfen fortsetzte, dadieser durch eines Meuchelmörders Kugel (1583) gefallen war.Mehr als einmal, durch Spaniens Uebermacht gedrängt, rangendie Niederländer verzweifelnd am Rande des allgemeinen Verder-bens; mehr als einmal boten sie der Königin Elisabeth vonEngland, dann den Franzosen, ihr zerstörtes Land zum Eigenthumdar, und doch vergebens.
Aber Frankreichs und Englands Kriege gegen Philipp denZweiten, dann der Tod dieses elenden Monarchen, die Schlaff-heit seines wollüstigen Sohnes, Philipp des Dritten, dieSiege Morizens bei Nenpoort und im Brabantischen überdie spanischen Waffen, und die der niederländischen Admirale überdie Flotten der damals größten Seemacht auf Erden, führten end-lich den ruhmvollen Frieden von Antwerpen im Jahr 1609 her-bei , in welchem Spanien die sieben vereinigten Provinzen als un-abhängigen Freistaat anerkannte.
Zwar galt dieser Friedensschlnß nur für zwölf Jahre; derKampf erneuerte sich nach Ablauf der Frist. Aber die Niederländerhatten in diesem Zeitraum, ungeachtet ihrer inner« Unruhen, schoneinen Grad von Macht und Ansehen erschwungen, daß sic, aufSchlachtfeldern und Meeren zuletzt Sieger, im MünsterschenFrieden (1648) die reichen Eroberungen an ihren Grenzen, wiein den spanischen Indien, als Denkmäler ihrer Tapferkeit behielten.
So ward, nach einem siebenzigjährigen Kampfe, unter fürch-terlichen Strömen Blutes, die Freiheit der vereinten Niederländergegründet und behauptet.
Zsch. Ges. Schr. SS. Thl.
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