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zurückbernfeu. Der Adel trat zum Schutz seiner Rechte zusammen,und die Nichtkatholiken feierten mit dem Trotz kirchlicher Schwär-merei ihren Gottesdienst öffentlich.
Philipp sandte den aufgeblasenen, blutgierigen Herzog vonAlba, die Widerspenstigen in Zaum zu halten. Dieser begannein gräßliches Trauerspiel, von dem Europa bis zur französischenRevolution nichts Aehnliches wiedersah. Er ließ die Häupter deredcln Grafen von Egmont und Horn^auf dem Schaffst fallen.Durch sein Revolntionstribunal, der Raad der Beroerten ge-heißen, starben des gleichen schmählichen Todes mehrere tausendMenschen. Zahllose starben auf den Schlachtfeldern.
Unter Alba's Verwaltung drohten die Niederlande bald unge-heure Wüste zu sein. Er wurde zurückgerufcn. Die Tapferkeitund kluge Mäßigung seines Nachfolgers, Don Zuniga y Re-quesenS, vermochte mehr über die Mißvergnügten, als Alba'sMörderei. Aber schlecht von seinem Könige unterstützt, und baldvom Tode übereilt, gelangte er nicht zum Ziel. Die Rebellion,an deren Spitze der tapfere und staatskluge Wilhelm, Prinzvon Oranirn, jede Unternehmung der Spanier unter ihrem DonJuan von Austria und nachmals unter dem Feldherrn Aleran-der, Herzog von Parma, fruchtlos zu machen wußte, erstarkte.
Nur der verschiedenen Landschaften uralte gegenseitige Eifer- —sucht; des hohen Adels und der Häuptlinge Rebenbuhlerei; derverschiedenen ReligionSpartcien ewig wacher Argwohn Wider ein-ander; daraus entspringender Zwiespalt der Interessen und Zwecke,erschwerten den Niederlanden selbst Kampf und Sieg. Erst am23. Jänner des Jahres 1579 schlossen die sieben nördlichen Pro-vinzen (Geldern, Holland, Utrecht, Seeland, Friesland, Ober-yssel und Gröningen) die Union zu Utrecht, durch welche siebis auf unsere Zeiten im Verbände blieben. Aber erst, als Phi-lipp vvn Spanien schändlich genug 25,000 Thaler auf den Kopf