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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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Schweiz, in den Niederlanden, so heute noch in Amerika. Der alt-römische Freistaat hatte nur eine sreie Stadt, das war Rom selber.

Die ursprünglichen Nechtsame der niederländischen Städte undLandschaften wurden nicht nur von Fürsten, Herren und Grasenin den Tagen des Lehcnthums geehrt, sondern vielfach erweitert.Dasselbe fand auch in den helvetischen Thälern statt. Es bestandnoch in jenen Zeiten neben roher Sitte rechtlicher Sinn und un-verdorbener Menschenverstand, die besten Stücke aus der Erbschaftder alten Wildheit oder Barbarei. Fast alle Völker Europens,groß und klein, besaßen ihre Landstände, Parlamente, Cortes,Großen Räthe n. s. w. Mit der asiatischen Prachtliebe und Ueppig-keit kehrte hernach auch Gewaltsncht in die Paläste der Großen ein,und die Minister derselben begannen den verborgenen Krieg gegendie Unterthanen. Fast alle Stellvertretungen der Völker ver-schwanden, oder wurden als todte Zierrathen und Schaustücke auf-bewahrt, wie, nach Erfindung des Pulvers, die Harnische undHelme der verlornen Ritterwelt znm Schmuck der Zeughäuserdienen mußten.

4.

Alle stebenzehn niederländischen Provinzen, wenn schon seitJahrhunderten durch Verschiedenheit der Herren, der Verfassungenund Gesetze getrennt, daß keine von besonderer Theilnahme fürdie andere bewegt ward, fühlten fast mit gleichem Unwillen Phi-lipps Tirannei, als er zur Ausrottung fremder ReligionSmeinnn-gen die Inquisition erneuerte, neue Bisthümer und Erzbisthümcrgründete, und, um unbedingt zu herrschen, selbst die weltlichenRcchtsame der Ständedie durch Alterthum heiligen Verfassungenantastete. Des Kardinals Granvella Grausamkeit verwandeltedie Gährung in Empörung. Zn spät ward er (im Jahr 1584)