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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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die Sümpfe durch Kanäle und Graben trocken legte, das ungewisseBett der Ströme befestigte, und den nagenden Welken des Ozeansdas übriggeblicbcne feste Land durch kostspielige, ungeheure Dämmeentriß. Indem die Noth den Menschen zwang, den Gewässern erstden Boden, dann dem Boden die kärgliche Nahrung abzukämpfcn,entstand in diesem Niederlande ein hartes, ausdauerndes, gewerb-sames, thätiges Volk, unverzagt in Gefahren, sparsam, kühn ansdem Meere, erfinderisch, allen Bequemlichkeiten fremd.

Nur in der Freiheit konnte hier ein Volk gedeihen; der Auf-wand eines schwelgerischen Hofes würde diese werdenden Flurenbald wieder in Moor und Sanddünc verwandelt, die kleinen Fischer-ffotte» zerstört und die rege werdenden Werkstätten verödet haben.In der That genossen die Städte und Dörfer der Niederlande,wie sie fich von Jahrhundert zu Jahrhundert sammelten und mehr-ten, großer Freiheit unter allen Fürsten, deren Sceptcr über dasNiederdeutschland bis zur Nordsee in verschiedenen Zeiträumenherrschte.

Als Roms Macht vergangen war, und die Franken ihr Reichzwischen Rhein und Pyrenäen aufgcrichtet hatten im fünften Jahr-hundert, ward das Nicdcrland nicht zu demselben gezählt, sondernzu Deutschland überhaupt. Wie überall, auch hier formten sichnach den Völkerwanderungskriegen einzelne Große und Mächtige,welche als Herren und Grafen größere und kleinere Gebiete re-gierten, schützten, und wieder mit dem Streben nach Unabhän-gigkeit Mächtiger» zinsbar wurden. Die Städte erwarben schontm Anfänge des dreizehnten Jahrhunderts Mnnizipalrechte. Diemeisten dieser Landschaften fielen endlich an das mächtige HausBurgund, dessen letzter Herzog, Karl der Kühne, im Jahre 1477durch die Tapferkeit der Schweizer nnterging. Seine TochterMaria, dem Kaiser Maximilian dem Ersten vermählt,brachte die Niederlande an Oesterreich, und sein Urenkel, Kaiser