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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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Müssen nicht, aller Wahrscheinlichkeit zufolge, die vereinigten Nie-derlande unvermerkt, ohne Blutvergießen, ohne Gcwaltthätigkeitcn,unter die Monarchie gerathcn?

So weit hatte Naynal richtig geahnet. Seine Weissagung,vor ungefähr vierzig Jahren gesprochen, da er für Hollandnoch nichts so sehr als die Präpondercnz eines Erbstatt-halters fürchtete, ist in Erfüllung gegangen; freilich aber ansandern Gründen und durch Verkettung von Ereignissen, die keinSterblicher voranssehen konnte.

2 .

Ehe die Völkerschaften, welche das flache Moorland zwischenden Mündungen der Schelde und Ems austrockneten und an-bauten, einen eigenen Staat bildeten und Spaniens Joch ab--schüttelten, war ihr Leben ohne Einfluß auf die Schicksale andererNationen; ihre Geschichte ohne Interesse für den übrigen Welt-theil. Noms Legionen drangen nicht bis zu jenen Sümpfen vor,wo der Schlamin der Flüsse, und was das Meer auswars, baldneues Erdreich gebar, bald verschlang. Zu jenen Zeiten des Erd-beschreibers Mela hatten der Rhein-, der Vechtflnß und dieübrigen dort, ganz andern Lauf und andere Mündungen. Nochim. dreizehnten Jahrhundert waren Nordholland und Fries-land nur durch den schmalen Strom Flevo geschieden, und grünteda festes Land, wo sich jetzt ein weitläufiger Meerbusen vom Enk-huyser Sande und Takezyl in Fricsland bis zu den Inseln derZnyder See ausgewölbt hat.

Einzelne Fischcrhütten lagen lange Zeit einsam aus den Sand-dünen am Meere umher, nur vom Strandholze und Schilfe dürftigerrichtet; bis die wachsende Menschenmenge von Morgen her drängte,