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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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St. Markus!" Nun Ungebundenheit überall. Der Pöbel fingan, hin und wieder zu plündern, besonders in den Häusern derer,die im Verdacht waren, an der Revolution Theil gehabt zu haben.Der Unfug dauerte bis in die Nacht. Erst gegen zwei Uhr Mor-gens brachte man einige Mannschaft unter Gewehr zusammen.Zweihundert Soldaten, auf die Rialto-Brücke gestellt, gaben gegeneinen auf sie anrückenden Volkshaufen Feuer. Einige Kanonen-schüsse zersprengten den Haufen. Ungefähr zwanzig Menschenblieben todt. Folgenden Tages verkündete ein Anschlagzettel To-desstrafe gegen jeden Frevler an der nun vollendeten Revolution.

Es ward eine Munizipalität von sechszig Personen gewählt,worunter nur zehn Patrizier waren. Am 16. Mai holte, mitvieler Festlichkeit, eine Flotille ungefähr dreitausend Mann Fran-zosen vom festen Lande. Sie wurden auf den St. MarknSplatzanögeschifft und von einem Theile des Volks mit lärmender Freudeempfangen, während das düstere Schweigen vieler Andern nochberedter war, als das Jauchzen.

In den ersten Tagen nach Auflösung deralterthümlichen Aristo-kratie wurden die Gefängnisse der Inquisition zerstört, dreifarbigeKokarden vertheilt, das goldene Buch unter Feierlichkeiten amFreiheitsbaum verbrannt und ähnliche Dinge im Geschmack jenerZeit gethan.

18. Vernichtung des venedischen Staats.

An demselben Tage, da die vom festen Lande gerufene fran-zöfische Besatzung in Venedig einzog, hatten die Abgeordneten derRepublik mit dem Oberfeldhcrrn Bonaparte in Mailand den Frie-densvertrag abgeschlossen. Zwar dieser war demüthigend gewesen.Er stellte die Aufhebung der erblichen Rechte der Aristokratie fest,die Entrichtung von drei Millionen baaren Geldes Brandschatzung