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an Frankreich und eben so viel an Werth in Schiffsmunition,Uebergabe von drei ganz ausgerüsteten Kriegsschiffen und zweiFregatten, desgleichen von zwanzig Gemälden und fünfhundertalten Handschriften. Es war auch festgesetzt, daß eine französischeBesatzung, so lange es die neue Regierung wünsche, in Venedigsein, den Staatsinquisitoren, dem Befehlshaber von Lido und An-dern, die sich des Mordes der französischen Soldaten schuldig ge-macht hätten, Verzeihung ertheilt, und wegen Gebietsaustau-schungen zwischen beiden Republiken Frankreich und Venedig Ueber-cinkunst getroffen werden sollte.
Wie nun die Gesandten mit dem Vertrage nach Venedig kamen,fanden sie schon Alles verwandelt. Es war kein Großer Rathmehr vorhanden, der über Annahme oder Verwerfung des Ver-trags beratschlagen konnte. Die provisorische Munizipalität tndeßgenehmigte ihn, ohne sich darum zu bekümmern, ob sie das Rechthabe. Sie war ihrer Natur nach nur eine Ortsbehörde; dochmaßte sie sich gern das Recht der alten Negierung an. Dafüraber erkannten sie die Städte des Festlandes nicht an und wiesenihre Aufträge zurück. Man hatte drei Millionen baares Geld anFrankreich versprochen, und die Franzosen forderten nun statt dessenfünf Millionen. Man mußte zahlen und gezwungene Anleihenmachen. Der Herzog von Modena hatte sich mit seinem Schatzenach Venedig geflüchtet; nun umringte man sein Haus und ent-führte ihm 190,000 Zechinen, um der Armee Genüge zu thun.
Endlich ward der Friedensvertrag von Campo Formto kundund enthüllte Venedigs Schicksal. Das Gebiet dieses Staats wardzwischen Frankreich, Oesterreich und Cisalpinien getheilt. Venedig,die Hauptstadt selbst, mit Istrien, Dalmatien nnd andern Land-strichen, ward an Oesterreich gegeben. Verzweiflung und Wuthherrschten zu Venedig; aber es war ohnmächtiges Jammern. DieFranzosen entführten die vcnedische Flotte, die Vorräthe des Zeug-