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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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ansgcbrochenen Zwistigkeiten mischen werde; wohl aber dürste, zurBeseitigung dieser, so wie zur festem Freundschaft mit Frankreich,vortheilhaft werden, wenn Venedig selbst seine Staatsverfaffnngmehr dem Geist und Bedarf des Zeitalters annähcrn würde. Esgab darüber eine lange Berathnng. Seit fünfhundert Jahrenhörte man zum erstenmal über Abänderung der Verfassung reden.Von ungefähr zweihundert Anwesenden stimmten nur fünf für Ab-änderung, nur etwa fünfzig für kraftvolle Maßregeln, den Re-volntionsgeist im Lande zu dämpfen; weitaus die Meisten dafür,daß man die Verfassung allmälig, durch leichte Ucbergänge, ver-bessern, aber die wirkliche Umgestaltung doch auf ruhigere Zeitenverschieben solle.

Der Prokurator Francesco Pesaro und der StaatsministerJoh. Bapt. Carnaro waren als Abgeordnete nach Grätz zumfranzösischen Oberfeldhcrrn gekommen. Dieser, mit dem Gangeseines Feldzuges beschäftigt, bekümmerte sich für jetzt wenig umdie Innern Angelegenheiten der Venezianer, sondern behandelte dieSache als Kricgsmann. Er verlangte Unterhaltung seines Kriegs-volks mit den unentbehrlichen Bedürfnissen, oder monatlich dafüreine Million baares Geld, — einen Freundschaftsdienst, wie sieln andern Arten auch den Oestcrreichcrn vielfach geleistet wordenwäre. Er versprach, die Summen sollten nach dem Frieden andie Republik zurückgestellt werden. „Es gibt für Sie keinen Mit-telweg mehr!" sagte Bonaparte, indem er den Proknrator beimArm nahm: „Wollen Sie Krieg mit uns, so ist entweder Vene-dig, oder meine Armee verloren. Bedenken Sie also, was Siethun wollen, und setzen Sie den altersschwachen St. Markuslöwe»nicht gegen das Kriegsglück eines Heeres, das wohl noch in seinerErgänznngsmannschaft, und unter seinen Verwundeten, Leute ge-nug haben dürfte, um durch Ihre Lagunen zu dringen."

Von Paris sandte der venedische Botschafter eben so wenig