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Trost. Während dieser Unterhandlungen verbreitete sich der Geistdes Aufruhrs immer weiter im vencdischen Lande. Im StädtchenSalo am Gardasee rief man die Freiheit ans, verhaftete den Pro-vcditore und entwaffnete die Sklavonier. Wenige Tage nachhergeschah das Gleiche in der Stadt Crema ( 28 . März), wo manerst kurz vorher das Volk zu einer neuen Eidesleistung aufgcforderthatte. Solche Eidesleistungen in Zeiten der Noth, wenn bessereHilfsmittel fehlen, sind' todte Feierlichkeiten und stellen nur dieVerzweiflung der Negierungen auffallender zur Schau. Auch pfle-gen bald darauf die Ausbrüche des Verderbens zu folgen. WissenRegierungen in Friedenstagen nicht Vertrauen und Liebe des Volkszu gewinnen, sind in Tagen der Entscheidung und Noth alle Eidefalsch, alle Waffen stumpf. Die verjagten Podesta's meldeten im-merdar nach Venedig, das Volk wäre der Regierung treu und er-geben; es wären nur einige Bergamasker und Franzosen, welcheUnruhen und Umwälzungen machten. Inzwischen beweiset Dar»,daß das zerstreute französische Kriegsvolk sich überall ganz rnhigverhielt. Aber man war damals gewohnt, auch Inländer, die sichder Staatsumwälzung gewogen zeigten, Franzosen zu heißen. Eswar lächerlich, daß die Podesta's behaupteten, eine Handvoll Ber-gamasker und Mißvergnügter habe aller Orten Insurrektionen ge-macht, wo Podesta's, Hatschiere, venedische Besatzungen standen:und noch thörichter war's, daß man sich in Venedig gern täu-schen ließ.
Wirklich erschienen nur die Bauern in den Alpenthälcrn vonBergamo, Brescia, und besonders in Val-Sabbia, der Regierungrechtschaffen ergeben; fielen, aufgeboten und angeführt vom Po-desta Ottolini, über die Aufständischen von Salo her, beranntenBrescia und griffen selbst zerstreutliegende französische Besatzungenan. Von der polnischen Legion fielen zweihundert Mann in ihreGewalt. Das bewog den französischen General, der damals in