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Linnen wenigen Tagen geschehen (vom 12. bis 14. März 1797),und gleich daran) fiel auch Brescia ab. Hier war der Provedi-tore Battaja, ein schwacher, furchtsamer Mann, der aber sonstgern eine weltgebieterische Miene gehabt hätte. Eines Tages (den17. März) hatten sich ungefähr hundert Menschen unweit derStadt versammelt und rückten gegen sie an. Battaja schickte ihnenentgegen, um zu erfahren, was sie wollten. — „Die Freiheit!"antworteten sie: „Es folgen uns auf dem Fuße fünfhundert Ber-gamasker, zehntausend Cisalpiucr und viele Franzosen. Beim ge-ringste» Widerstand wird Alles niedergcmacht." Es war darankein wahres Wort. Battaja aber verlor die Besinnung.; er ließder Handvoll Aufrührer die Thore öffnen, seine zahlreiche Be-satzung entwaffnen und die venedische Verfassung vernichten. Eszeigten sich weder Bergamasker, noch Cisalpiner. Die Franzose»auf dem Schlosse von Brescia blieben lachende Zuschauer.
Der Senat in Venedig wußte nicht, was thnn. In seine Be-schlüsse kam schwankendes, widerspruchvolles Wesen. Während dieRegierung durch Proklamationen, die Obrigkeiten durch freundlicheWorte, die Geistlichen durch Predigten das Landvolk aufrcgtcn,die Bergamaskischcn und BreScianischen Empörer zurückzustoßen,schwärmten diese am rechten Ufer des Mincio durchs Land, rissendie Fahnen des heiligen Markus ab und pstänzten Freiheitsbäumcauf. Der Senat verlor sich ängstlich in ungewissen Maßregeln;schrieb nach Paris; schrieb an den Obcrfeldherrn; näherte sichwieder dem französischen Gesandten. Dieser, befragt, ob sich Ve-nedig, wenn es sich mit Frankreich verbände, Schutzes und Bei-standes gewärtig sein dürfe, äußerte nur, ohne Wohl eigentlichdazu von Paris aus bevollmächtigt zu sein: Man habe Frankreichlange zurückgestoßen und feindsinnig behandelt. Jetzt komme manetwas spät, das Geschehene ungeschehen zu machen. Er glaubenicht, daß sich seine Regierung in die von dem venedische» Adel