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aus italienischem Boden fort. Bonapartc schlug die Schlachten vonArcole und Nivoli. Mantua fiel (Fcbr. 1797). ErzherzogKarl trat zwar mit einem neuen Heer ans de» deutschen Gebir-gen hervor, wurde aber Vom Tagllamento bald wieder bis insInnere Oesterreichs zurückgedrängt. Die Regierung von Venedigsah damit neuerdings ihre Erwartungen vernichtet. Sie verbargihren Grimm, aber verlor die Hoffnung nicht, ihn früher oderspäter gegen Frankreich sättigen zu könne». Sie hoffte vergebens.Der rechte Augenblick war verloren. Das Verderben brach ein.
11. Abfall von Bergamo und BrcScia. FeindseligkeitenVenedigs gegen die Franzosen.
Um die Frucht seiner Siege, und im glücken eines Heeres dieRuhe zu sichern, hatte der französische Feldherr Bonaparte dieLombardei zu einem selbstständigen Frcistaate gemacht. GefährlicheNachbarschaft für Bergamo und Brescia! Denn die Freiheitder Lombarden mußte auch den venezianischen Unterthanen ver-führerisch werden. Hier lebte ein vom Stolz der Patrizier gering-gcachteter und gekränkter Adel; eine große Zahl gebildeter Män-ner in der Klaffe der Kanfleute, Güterbcfitzer, Gelehrten und un-tergeordneten Beamten. Die Verwirrungen Italiens, die unge-heuer» Siege Frankreichs, das Beispiel der Lombardei, die ge-schehenen Verfolgungen derer, die sich frcimüthig über die Ge-brechen der venedischcn Verfassung geäußert hatten, trugen dazubei, den Wunsch lebendiger zu machen, in einer neuen Ordnungder Dinge die Rechtsgleichheit aller Bürger ausgestellt zu sehen.
Der Podesta Alcssandrv Ottolini von Bergamo witterteBöses. Um zu erfahren, ob von Mailand aus, wo sich schon vielevenedischc Unterthanen befanden, staatsumwälzerische Umtriebe an-gczettcltwürden, schickte er einen gewissen Stephani als Späher