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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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Massen« sei schon mit Kanonen nnd Mörsern dahin auf dem Wege,und vielleicht habe das Feuer jetzt schon angefangen." — Ver-muthlich war diese Drohung Bonaparte's nur, um dem ManneFurcht zu machen. Aber so groß war der Schrecken des Provedi-tore, daß er selbst anbot, französisches Kriegsvolk in Berona anf-zunehmen.

Als der Proveditorc nach Verona zurückkam, und man hörte,die Franzosen würden einziehcn, flohen Nobili, Reiche und Bürgertn Eil. Die Straße nach Venedig war im Augenblick mit Kutschen,Karren und Wagen aller Gattung bedeckt. Wer die nicht hatte,flüchtete zu Fuß, Männer und Weiber mit Kindern in den Armen.Der Adigo wimmelte von Schiffen und Kähnen, belastet mit denSchätzen der Reichen, mit den Geräthschaften der Armen. Alleseilte Venedig zu. Mit größcrm Entsetzen waren einst im Alter-thum nicht vor Attila's Anzug die Vencten in die Lagunen gerannt.

Nun in Venedig Nnruhc und Verzweiflung; nun plötzlich nack-allen Seiten Aufgebote und kriegerische Rüstungen ungeordnet;die Zeughäuser mit Arbeitern angcfüllt; Steuern ausgeschrieben;Kaffen für Geschenke ans den Altar des Vaterlandes geöffnet. Aberdie Provinzen des festen Landes zn vertheidigen, war's zu spät,und zur Verthcidigung der Hauptstadt wären nur Schiffe undBarken vonnöthen gewesen. Man wußte nicht, was man that.Man reizte durch drohende Veranstaltungen, die doch gegen Durch-züge der Oesterreichcr unterlassen worden waren, unklugerweise de»Argwohn der Franzosen, daß man ihnen entweder Furcht einflößen,oder, wenn sie durch Oesterreichs Glück einen Unfall erlitten, sichgegcn sie erklären wolle.

Nachdem indessen der erste Schreck vorübergegangen war, kehrte,wenn auch nicht wahrhaft neutraler Sinu gegen die kriegführendenMächte, doch die frühere Besonnenheit zurück. Man haßte dieFranzosen, ihren Uebermuth, ihre Grundsätze, ihre Räubereien;