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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
Entstehung
Seite
109
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halte». Er zog ab. Bonaparte folgte, besetzte Pcschiera, undließ de» General-Provcditorc der venedischcn Provinzen ans demfesten Lande, Nicola Foscarini, zn einer Unterredung einlade».Dieser, der einer der angesehensten Staatsmänner der Repnblikwar, der schon die Gesandtenstcllen zn Wien und Konstantinopelbekleidet hatte, gericth in solche Angst, daß er sich für verlorenhielt, weil er sich vor dem französische» Oberfeldherrn zn stellenhatte. „Ich reise ab," schrieb er ans Verona, wo er wohnte, anseine Negierung (31. Mai 1708): „ich reise ab. Möge Gott meineKräfte stärken und mich znm Opfer nehmen." Und den folgendenBrief begann er voll Hochgefühls mit den Worten: „Ich habedie Pflicht des Bürgers erfüllt. Ich bin nach Pcschiera gegangen.Ich habe mich in den Händen der Franzose» gesehen. Ich habemitten durch die langen Hccrhanfen dieser wilden Krlegsleutc denWeg gemacht. Ich sah den General Bonaparte."

Dieser benutzte den Gemüthsznstand des erschrockenen Mannessehr gut, wie die Fortsetzung von Foscarini'S Schreiben zeigt.„Er hat mir gesagt," schrieb er, „die Republik Venedig habe denfreundschaftlichen Gesinnungen seiner Nation schlecht entsprochen.Wir hätte» Frankreich vcrrathen, weil wir Pcschiera von denDeutschen besetzen lassen, was ihm den Verlust von fünfzehnhundertMann gekostet habe, deren Blut um Rache schreie. Um Neutralitätzn halten, hätte man den Oesterreichcrn Widerstand leisten, und,wäre man zn schwach gewesen, Hilfe von ihm verlangen müssen,die er gewiß gegeben haben würde; wenn, wie ich ihm sagte, dieOestcrreicher unser Vertrauen gemißbraucht hätten, sollte man ihnengleich den Krieg erklärt haben. Nachdem er mir noch alle Klage-Punkte Frankreichs gegen das zweideutige und offenbar feindseligeBetragen der Republik wiederholt hatte, fügte er hinzu: Er habeBefehl von seiner Negierung, Verona abzubrcnncn, was auch dieNacht sogleich geschehen solle. Der Heerhanfen des Feldherrn