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großen Weltangelegenheiten, wie etwa Stadtsachen, mit Polizei-maßregeln abthnn zu können, und vertraute voll blinden Glaubensdem alisehcnden Auge der Staatsinquisition. Man scheute sogar,sich großen Mächten anzuschließcn und für Nothfälle Stärke zugewinnen. Dagegen machte man den Zeitungen Krieg, stifteteZensuren und unterdrückte freimaurcrische Gesellschaften. Mit dieserKlugheit hoffte man die Gewitter Europens zu beschwören.
Die größern Mächte des Weltthcils traten gegen Frankreich inBund. Es war für Oesterreich wichtig, wenn Italien Schauplatzdes Krieges ward, sich mit seinen Heeren hier unbeengt bewegenzu können; Freiheit zu haben, seinen Kriegsvölkern Verstärkungenauf den kürzesten Wegen, auch über fremde Gebiete, zuzusenden.Die italienischen Staaten wurden zur Thcilnahme am großen Bünd-niß der Könige aufgefordert.
Die venedischc Negierung gerieth in Bestürzung. Sie war durchdas Gefühl ihrer Ohnmächtigkeit, wie ihres Haffes gegen dieGrundsätze der Freiheit, gleich sehr gereizt und gehemmt. Zu muth-los, um mit dem übrigen Europa in Verbindung zu treten, undzu erbittert gegen Frankreichs Beginnen, verkündete sie die Noth-wendigkeit einer strengen Neutralität, und hatte doch keine Lust,sie zu halten. So verlor sie sich schwankend in einer Halbheit vonMaßregeln, die ihre Unfähigkeit beurkundete, der Größe der Gegen-wart gewachsen zu sein, und vcrrieth eben dadurch ihre Schwäche,wodurch sie dieselbe zu verbergen hoffte. Sie erklärte dem WienerHofe, daß sie sich nie von der angenommenen und bisher behauptetenUnparteisamkeit in den Staatshändeln Europens entfernen werde;aber sah mit schweigendem Wohlgefallen Mißhandlungen französi-scher Bürger und Schiffe aus ihrem Gebiet durch den aufgehetztenPöbel verübt, oder Verfolgungen solcher, die sich der Sache Frank-reichs günstig zeigten. Sie brüstete sich mit den Grundsätzen derUnparteisamkeit in Paris, aber gestattete den Durchzug österreichi-