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sammcn. Es gestaltete sich, bet der Ungleichheit des Vermögensnnd Abhängigkeit des ärmer» Adels, »»vermerkt eine Oligarchieund eine feindselige Reibung zwischen den verschiedenen höhern Be-hörden, deren jede ihren Machtkrcts ausdchnen zu müssen glaubte.Der Senat griff die Befugnisse der Näthc des Dnca an, die t)ua-rantia vriwiualv oder das peinliche Obergcricht haderte gegen denSenat; der Große Rath, obwohl kraftlos, unternahm die Gewaltdes Zchnerraths, und besonders der Stuatsinquisttorcn, zu läh-men. Gleicher Zwiespalt erwuchs zwischen Weltgeistlichkeit nndKlostcrgeistlichkeit. Die letztere war im Besitz von 4,274,46g Du-katen jährlicher Einkünfte. Dies schien dem verarmenden Adel un-geheuer. Dennoch waren die Geistlichen nicht übermäßig reich,weil ihre Anzahl sich auf 45/773 Personen belief; eine Menge,allerdings ohne Verhältniß zu einer Bevölkerung von nur kaumdrei Millionen Seelen.
Schon diese tnnern Händel und Spannungen, welche auf großeAbänderungen der öffentlichen Einrichtung htnziclten, verricthcneine tiefempfundene Unbehaglichkeit der patrizischen Mehrheit. Ar-muth, Schlaffheit der Grundsätze und Verderbtheit der Sittengaben den Gährungsstoff, welcher früher oder später Auflösungoder Verwandlung des Ganzen hcrbeiführen mußte.
10. Sturme, die dem Untergänge vsrangchcn.
So war das Innere Venedigs, als (im Jahr 1789) die staats-thümlichen Einrichtungen Frankreichs durch Noth des dortigenVolks, dnrch Widerspruch bestehender Ordnungen mit Bedürfnissenund Einsichten der Nation, durch hartnäckige Selbstsucht der Geist-lichkeit und des Adels, durch Zerrüttung des öffentlichen Haus-halts und durch Mißgriffe einer übelgeleitetcn Negierung sich auf-