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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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In den Unterthanenlanden hatte sich durch Gewerbfleiß undVerbesserung des Landbaues die Bevölkerung vermehrt. Sie betrug2,914,000 Seelen.*) In Venedig selbst war sie auf 149,476 See-len (im Jahr 1769) gesunken, und zur Zeit des Einrückens derFranzosen zählte man nur noch 138,000 Seelen.

Wie ungern auch die venedische Aristokratie die Verbreitungvon Hellern Einsichten bei den Unterthanen sah, hatte sie dieselbedoch nie ganz verhindern können. Das Licht des übrigen Europadrang auch hier ein, und offenbarte die Blößen und Schwächender öffentlichen Verwaltung. Der Stand des Patriziats, wie eifer-süchtig oder eingebildet er immerhin auf seine Geburtsvorzüge seinmochte, genoß daher beiweitem nicht mehr jener Achtung, der erin allen Zeiten theilhaftig gewesen. Er selbst hatte sie durch keineTugenden und aufstrebende Geistesgaben zu behaupten gewußt.Der halbgebildete, wenn auch reiche, Müßiggänger oder Beamtekann wohl Achtung für sein Amt, nicht aber für seinen persön-lichen Werth fordern. Der Landadel sah den Verfall der venedische»Patrizier, und buhlte wenig mehr um die Ehre, ihnen beigezähltzu werden.

Die Mehrheit der Nobili selbst war seit dem Verlust so vielerKolonien und Inseln, seit der Abnahme des Handels und derFlotten, der alten Hilfsquellen verlustig, in Glücksumständen zu-rückgckommen oder verarmt. Rcichthnm, Einfluß und Stellen zogensich in einen immer engcrn Kreis herrschaftsfähiger Familien zu-

*) Zn den Provinzen am rechten Ufer des Mincio 600,000 Seelen;in denen am linken Ufer, in Frianl nnd Istrien 1,860,000; inDalmatien 557,000; in Albanien 31,000; in den Inseln vonPre-vcsa 10,000; von Korfu 48,000; von Santa Maura 15,000; vonZefalonicn 60,000; von Zanta 20,000; von Thcaki 4000; vonZerigo 9000,