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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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im Innern, den Ruf einer vortrefflichen Staatsverwaltung »ndden Schein einer unerschütterlichen Hoheit zu behaupten.

Schärfer» Blicken entging inzwischen der zunehmende Verfallnicht. Der edlere Ehrgeiz war längst entwichen, nur Stolz unddie Stellensucht zurückgeblieben. Während die Quellen des Neich-thums versiegten, setzten Hang zum Wohlleben und Hochmuth denAufwand fort. Schon im ersten Jahrzehend des achtzehnten Jahr-hunderts betrugen die öffentlichen Einkünfte nur noch sechs Millio-nen Dukaten, und die Schuld des Staats war auf acht und zwan-zig Millionen gestiegen. Weil die Staatsgläubiger sechs und siebenJahre keine Zinsen bezahlt erhielten und ihre Renten auf Zweivom Hundert niedcrgesctzt wurden, verlor das Gemeinwesen dasZutrauen. Eine Reihe von Friedensjahren besserte die Nebel nicht,obgleich der Landbau in den Nnterthanenländern Fortschritte ge-macht hatte. Am Ende des Jahrhunderts betrug die Staatsschuldviernndvierzig Millionen Dukaten, und doch war Alles mit Ab-gaben belegt, in deren Erfindung das achtzehnte Jahrhundert allzusinnreich geworden war.

In den letzten Zeiten der Republik bestand die Landmacht der-selben nur noch aus siebentausend Italienern nnd fünf- bis sechstausend Sklavoniern. Der Dienst war schlecht unterhalten, schlech-bezahlt, von den Patriziern, aus Hochmuth oder Liebe zum behag-lichen Leben, verachtet. Die Seemacht zählte acht bis zehn Linien-schiffe, einige Fregatten nnd vier Galeeren, die in See gehen konn-ten; ungefähr zwanzig Fahrzeuge lagen auf den Schiffswerften,ihr Ban wurde nie vollendet. Als die Franzosen im Jahr 1797in Venedig einrückten, fanden sie dreizehn Schiffe nnd sieben Fre-gatten auf den Werften; es fehlte an nvthigen Mitteln, sie aus-zubauen. Zwei von diesen Schiffen waren schon im Jahr 1752angefangen worden, zwei andere seit 1743, nnd zwei endlich seit1732!