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So ward das Loos der vcnedischen Nnterthanen in vielen an-dern Dingen milder; genug, wenn sie zn dem schwiegen, was dieNegierung verfügte, und nicht die Rechte der Untcrihanen in Mo-narchien oder Demokratie», nicht den Weg zn Ehren und Aemter»aufgeschlossen verlangten, sondern ihn mit stummer Verzichtungden Patriziern überließen. Der Anblick der lebensreichen Haupt-stadt selbst, zu einer Zeit, da sich die Lebenskraft des Staatesschon tief geneigt hatte, mußte bei Fremden und Einheimischenhohe Vorstellungen vom glücklichen Zustande der Gesammthcit er-zeugen. „Diese wunderbare Stadt," »m mich hier der WorteDaru's zu bedienen, „einzig durch ihre Lage; das da waltendeganz eigcnthnmlichc Wesen und Treiben; eine unwandelbare Ruhe,gchandhabt durch eine wachsame Polizei, die zugleich in Allem,was ihr keine politischen Besorgnisse cinsiößte, bis zum Nebcrmaßenachsichtig war; das Zusammcnströmen von Fremden, die einemmannigfaltigen Verkehre zinsbar wurde»; die Gewerbsamkeit ineiner Menge von Werkstätten, um den Bedürfnissen des Acrmsten,wie den Launen des Reichsten zn entsprechen; eine Sittcnfreihcit,die fast an Dasein bürgerlicher Freiheit glauben ließ; der Anscheinvon Wohlstand; der Aufwand der Künste; die Denkmäler ehema-liger Siege; eine zugleich Pracht und Sparsamkeit liebende Ver-waltung, die mit würdevollem Ernste eine gewisse banherrlicheFreigebigkeit verband; glanzvolle Feierlichkeiten und Umgänge, undFeste, wie nur Venedig sie anznstellcn wußte, — dies Schauspielvon Größe, Reichthum und Lust belebte eine thätige, sinnreicheVolksmenge, und flößte ihr einen Stolz ein, der sie wirklich mitihrem Schicksale mehr als zufrieden machte."
Sv bestand Venedig seit Anfang des achtzehnten Jahrhundertsbis zn Ende desselben. Wie wenigen Antheil es auch an den all-gemeinen Welthändeln nehmen konnte, wußte es doch durch diplo-matische Regsamkeit von Außen, und durch tauscndäugige Polizei