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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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gelegenheiteil mächtigen Einfluß zu haben, und die Bürgerschaftin ihrer Nnterthänigkeit ohne Stimme.

So mußte Venedig unaufhaltsam fallen, und schneller, als csemporgestiegen war. Fast in keinem andern Staate sah man sosehr, wie zu Venedig, die Erb-Aristokratie in ihrer mißgeborcnenNngestalt; aber auch in keinem andern offenbarte sich der Nach-theil so sichtbar. In Monarchien, wo keine bevorrechtigte Kastegesetzlichen Antheil an der Gewalt des Fürsten oder ausschließlichesRecht zur Besetzung der ersten Aemter, oder wo der Bürger we-nigstens offenen Weg hat, sich durch Verdienste zur Nähe desThrons zu erheben, kann Liebe des gemeinsamen Vaterlandes,kann jede aus ihr hervorgehende Tugend und allgemeiner Wett-eifer der Bürger zur Verherrlichung des Staats sowohl stattfinden, als in freien Verfassungen. In Aristokratien aber ziehtsich die Liebe des Vaterlandes und des Ruhms nur in die stolzeBrust der Wenigen zurück, welchen das Vaterland und die Ehreallein gehört. Die übrigen Einwohner sind mit Geld und Blutdienstbar, daß ihnen gestattet wird, Bedürfnisse ihres Körpers zubefriedigen. Die Natur rüstete die Edelsten unter denselben ver-gebens mit Gaben für Höheres aus.

8. Fortsetzung. — Verlust großer Besitzungen.

Während Portugiesen und Spanier neue Niederlassungen inbeiden Indien gründeten, verschwendeten die Venezianer noch Zeitund Kraft um den Besitz des kleinen Landstrichs von Cremona.Niederländer, Franzosen, Briten folgten Eins ums Andere denglücklichen Eroberern der neuen Welt; bemächtigten sich wetteiferndder ost- und westindischen Archipele und Küsten; schufen Flotten;führten unermeßliche Neichthümer über den Ozean zurück; wurdenSeemächte ersten Ranges und verdunkelten den alten Ruhm Ve-