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nedigs, Genua's und Pisa^s sowohl durch Größe, als Erfolg ihrerUnternehmungen. Venedig hatte jetzt für immer den wichtigenAugenblick verloren. Vom ausschließlichen Welthandel znrückge-drängt, war cs des ehemaligen Hebels seiner Macht beraubt undmußte sich mit dem levantischen Verkehr und dem Küstenhandelbegnügen lernen, so lange beide nicht von Stärkern angesprochenwurden.
Der Senat in den Lagunen hatte allerdings auch kaum Zeitgenug, Entwürfe ans Eroberungen in entfernten Welten zu bilden,da seine nähern Landbcsitznngen in fortwährender Gefahr schweb-ten, verloren zu gehen. Die Erweiterungen seines Gebiets aufdem Festlande Italiens hatten ihn mit der Eifersucht aller benach-barten kleinen Staate» umringt. Frankreich und Oesterreich, zuHauptmächten des Welttheils erwachsen, sandten Heere über dieAlpen und rangen in den Feldern Neapels und Norditaliens umdie Oberherrschaft der Halbinsel. Venedig konnte nicht vermeiden,in die schwersten dieser Kriege gemengt zu werden. Die Liga vonCambrai (im Jahr 1509) brachte in achtjährigen Feldzügen dieRepublik dem Untergang nahe. Mit Recht wurde die würdigeHaltung des Senats in allen Unfällen, seine Standhaftigkeit undKlugheit bewundert, mit welcher er ans den verzweiflungsvollstenLagen hervorzngehen wußte. Er verlor aber die kaum erworbenenUfer der Adda, auch Cremona, Nomagna und Triest wieder, undsah seinen Schatz erschöpft, seine Provinzen zerstört. Aus demKampfe, welchen bald nach diesem Kaiser Karl V. und KönigFranz I. von Frankreich mit Nebcnbuhlcrci in Italien erhoben,ging Venedig nur vermittelst Aufopferung seiner Hafcnplätze imNeapolitanischen und einer Summe von 30,000 Dukaten, die esdem Kaiser zahlen mußte (im Jahr 1529). Sv wurden fortanalle Landkriege den Lagunen verderblich; wenigstens brachte ihnenkeiner derselben Vorthcil. Sie empfanden die Ucberlegenheit der