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den Genuß des Welthandels znznsichcrn schiene», trieb es einenVerkehr, welchen selbst der zunehmende Gewcrbssteiß der Europäernicht zu bedrohen, sondern vielmehr zu vermannigfaltigen schien.Doch dieser Vorzug währte nur, so lange der Orient getheiltund schwach stand. Als aber die türkische Macht die Küsten desschwarzen Meeres und Klcinastens bedeckte und Konstantinopel ge-nommen hatte; als Sultan Soliman (im Jahr 1530) eben diesesKonstantinopcl zum Dnrchgangsort für alle Maaren machte, dievon Aste», ja durch Syrien und Aegypten nach Europa geführtwurden; als die Venezianer durch Nebermacht der Osmanen immermehr in Handelsfreiheiten bedrängt, ans immer mehr Inseln desgriechischen Meeres vertrieben, endlich durch Amurath III. sogaraus dem Besitz Zyperns (im Jahr 1571) verstoßen wurden, littder alte, große Waarenverkehr schwere Erschütterungen. Nichtleichtere erfuhr er fast gleichzeitig im Abendlande, wo KaiserKarls V. Niesenmacht übcrwog und den Venezianern in allenHäfen seines weitläuftigen Aieichs nicht nur Aus- und Einfuhrzölleans ein Fünfiheil des Waarenwerths hinaufsteigerte, sondern ihnensogar den unmittelbaren Verkehr mit den Küsten der Barbareiuntersagte, weil er dort seine Stadt Oran zum Stapelplatz fürden Handel mit Afrika erheben wollte.
Am gefährlichsten aber für Venedigs bisherigen Glanz wardder nenentdeckte Wasserweg nach Ostindien nm das Vor-gebirge der guten Hoffnung (im Jahr 1488). In den Lagunenempfing man die erste Nachricht davon durch den venedischen Ge-sandten zu Lissabon. Er meldete, daß Schiffe, mit Pfeffer, andernGewürzen und Maaren befrachtet, wirklich ans Asten angckommenwären. Man vernahm, daß sich die Portugiesen an den KüstenIndiens anstedeltcn und die köstlichsten Gegenstände des Handelsvon dort bald wohlfeiler nach Europa liefern würden, als man sieüber das rothe Meer, durch den Euphrat und Don beziehen konnte.