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aus Eitelkeit, oder Erwartung des Größer», Fürstcntitcl au. Aberdie Staatsinquisitorcn geboten plötzliches Schweigen, unter An-drohung der Todesstrafe.
Aus Furcht endlich vor möglichen Zufällen beschloß der Senat,ohne länger zu zaudern, Zypern in förmlichen Besitz zu nehmenund von der Königin die Niederlegung ihrer Krone zu fordern.Katharinen dazu zu bewegen, ward ihr eigener Bruder ausgcwählt.Der Zehnerrath gab ihm den Auftrag; das heißt, es ward für ihngefahrvoll, unverrichteter Sache znrückzukommen. Ohne eine Vor-stellung dagegen zu wagen, reifete er nach Zypern. Gleichzeitigmit ihm traf auch die große vcnedische Flotte dort ein. Umsonstbeschwor Katharina ihren Bruder, wenigstens den Versuch zu er-lauben, die Regierung von Venedig auf andern Sinn zu bringen.Er anlwortetc: der Senat ist in seinen Beschlüssen unbeweglich.Schon waren die Wachen ihres Palastes, schon alle Plätze derInsel mit vcncdischem Kriegsvolk versehen. Sic mußte die Ent-sagung der Krone unterzeichnen. Mit aller Feierlichkeit nahm Ve-nedig (im Jahr 1489) das Königreich Zypern in Besitz, ward hierVasallin des ägyptischen Sultans, und öffnete damit der patrizi-schen Jugend neue Aussichten auf Erwerb von Ncichthum und Genuß.
7. Beginnender Verfall von Venedigs Macht.
Eine Schiffer- und Fischer-Insel, nach und nach von armenungleichen Flüchtlingen bevölkert, durch günstige Lage zum Handelgelockt, durch eigene Unwirthbarkeit dazu getrieben, bildet sich mitwachsender Volkszahl unter freien Einrichtungen zum Staat. Durchdie Gefahren des Meeres abgehärtet, durch Wahl eines alles-leitenden Fürsten stark, durch Verkehr mit Vielerlei Nationen kennt-nißreich, gewandt und verschmitzt, erreichen die Bewohner der Inseleinen für die damaligen Zeiten seltenen Wohlstand. Sie erobern