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zuletzt selbst Konstantinopel »ahmen und zum Hanptsttzc ihres Rei-ches machten, bedrohte einige Zeit lang den venedischcn Handelschwer. Der Staat verlor mehr denn 200,000 Dukaten nur durchden Verlust von Pera. Aber ein Frcundschafts- und Handelsver-trag, der bald nach dem Fall Konstantinopcls (im Jahr 1454)mit Sultan Mahnmcd II. geschlossen ward, so wie ein anderermit Melech Elmayd, Sultan von Aegypten, sicherte wenigstensdie vvrhcrbestandenen Freiheiten, obgleich die alten Besitzungen inAsien und Griechenland zum Theil Beute der Eroberer gewordenwaren, zum Theil es bald zu werden gefährdet standen.
Als Ersatz dafür konnte Venedig einigermaßen das KönigreichZypern ansehcn, welches um diese Zeit nicht auf die edelste Weiseerworben wurde. Diese reizende und fruchtbare Insel des Mittel-mecrcs hatte zwar eigene christliche Könige aus dem Hause Lusignan(seit dem Ende des zwölften Jahrhunderts), stand aber zinsbarunter der Oberhcrrlichkeit des ägyptischen Sultans. König Jakobvon Zypern, eben so sehr durch die Schönheit einer venedischcnPatrizicrin, Katharina Cornar o, gerührt, als um des Schutzeseines so mächtigen SeestaatcS sicherer zu werden, vermählte sichmit der Venezianerin, die zuvor zur Tochter der Republikerklärt worden war. Drei Jahre nach der Hochzeit starb er (imJahr 1472), so wie sein nachgcborner Sohn ihm bald im Todefolgte. Er hinterlicß zwar drei uneheliche Kinder. Damit dieseaber keine Ansprüche auf das Königreich machen könnten, wurdensic entführt und »ach Venedig gebracht, während Katharina,als Königin, zu herrschen fortfnhr. Eigentlich trug sic aber nurden Namen, nicht die Gewalt einer Königin. Räthc, wie Be-satzungen, waren ihr ans Venedig geschickt. Die Republik wollteErbin der angenommenen Tochter werden. Einer kinderlosen Kö-nigin fehlte cs freilich keineswegs an zahlreichen Erben. So nah-men in Venedig schon einige Verwandte Katharinens vorläufig