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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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immer zu bcmeistern, da sie nur auf kurze Frist ihr Amt bekleideten.Allein ihre Anzahl war zu klein, um einen Umsturz der Dinge zubewirken, und zu groß, um unter sich Eintracht für ein Wagstückzu finden. Die Dunkelheit, in die sie sich hüllten, schützte ihrePersonen gegen den Dolch der Rache, aber hinderte auch, daßdie'Nation durch Anerkennung ihrer persönlichen Verdienste für siegewonnen werden konnte. Zudem noch gab ihnen das Gesetz diePflicht und Vollmacht, gegen einander selbst dieselbe Strenge zuüben, welche sie Andern zeigten, auf daß Keiner von der Furchtfrei bleibe, die Alle empfanden. Denn außer den drei Staats-inquisttvren ernannten die Zehner noch einen vierten, der, wennEiner des Triumvirats sich schuldig machte, verbunden mit denzwei Andern über den Dritten richtete.

Sv fesselte gegenseitig Mißtrauen Jeden an seine Pflicht, wassonst Frucht der Tugend und Liebe des Vaterlandes oder des Ruhmszu sein' Pflegt; und Venedig bewies dadurch in Tagen der Notl-eine Stärke, wie Athen oder Rom in den schönsten Tagen re-publikanischer Begeisterung. War alles verloren, gab es nichtsverloren, und mit Erstaunen sah man den Staat, nach den größ-ten Niederlagen, von seinen zahllosen Hilfsquellen mit neuemNcberfluß übcrströmt, glänzender und reicher erscheinen, als ervorher gewesen.

In einem der schwersten Kriege, den Venedig zu Ende desvierzehnten Jahrhunderts gegen Genna, gegen den König von Un-garn, gegen den Patriarchen von Aquileja und den Beherrschervon Padua in gleicher Zeit bestehen mußte, war es dahin ge-bracht, daß es, Dalmatiens verlustig, seine letzte Provinz auf demFestlands dem Herzoge von Oesterreich hinopfcrnd, getrennt vonseinen Kolonien, nicht mehr, als sechs Galeeren ins Meer schickenkonnte, und von Pietro Doria vergebens Frieden bat, der mitseinen Genuesen, Meister des adriatischcn Golfs, sich schon berei-