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Werke, kaufmännischen Gewerbe und geringer untergcordneterStellen.Die diktatorische, schreckenvolle Macht des Raths der Zehner wal-tete über sie, füllte jede Brust mit Furcht und säcte überall Miß-trauen. Wer auch nur verdächtig schien, ward von den zahlreichenSpähern dieser Behörde, Schritt um Schritt beobachtet. Juden,Mönche, Freudenmädchen, Bürger, Edellcute standen als geheimeAufiaurer in Sold und Dienst derselben. Dazu kam, daß nochaußerdem Jeder, der wollte, schriftliche Anklagen in die Eisenrachenwerfen konnte, welche an allen häufig besuchten Plätzen zum Em-pfang schnöder Anzeigen stets offen standen.
Nachdem weder das Murren der dienstbaren VolkSmaffc, »ochdie Schattenmacht eines Dnca mehr Bcsorgniß einzusiößcn fähigwar, hatte die aristokratische Körperschaft von Venedig nichts an-deres mehr, als die Tugend oder das Verbrechen in ihrer eigenenMitte zu fürchten. Jene konnte dnrch Uebergewicht ihres Einflusses,dieses durch verrätherische Benutzung des Parteispicls, der bestehen-den Rechtsgleichheit der Patrizier Gefahr bringen. Der Ehrgeizdes Familienstolzes, oder die Eifersucht und Blutrache desselben, wenner irgend unterlag, ließ es nie an gcwaltthätigen Faktionen fehlen.Die Anschläge der Mißvergnügten waren um so furchtbarer, weildie Urheber derselben Mitwisser um Geheimnisse und Schwächendes Staats waren. Man empfand das Bedürfniß einer kraftvollen,folgerechten und schnell durchgreifenden Monarchie, aber haßte dieHoheit eines Einzigen. Das gegenseitige Mißtrauen bewirkte gegen-seitige Heuchelei und Heimlichkeit. Dem, was im Dunkeln ange-sponnen ward, konnte nur im Dunkeln cntgcgengearbeitet werden.Selbst der furchtbare Rath der Zehner schien zur Bewahrung desGcheimuiffcS noch zu zahlreich. Man entschloß sich, die vollziehendeGewalt desselben einzig drei Gliedern zu übertragen, deren Amts-dauer aber nur ein Jahr bestehen sollte. Rom hatte nur in Tagender Gefahr die unbedingte Macht einer Diktatur aufgestellt. Aber