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störung des Naturgemäßen ringsum aufrecht im Dasein halten.Jede Aristokratie solcher Art muß daher das fürchten und ver-nichten, was die Demokratie und Monokratie vernunftgemäß suchtund befördert; sie muß den Reichthum der Nnterthanen, der denihrigen überwachsen kann, eben so sehr, als die überlegene Kcnnt-niß und Geistesstärke derselben scheuen und verhüten. Denn beidesendet ihre Hoheit und leitet zur Demokratie über. Ja, sie mußselbst in der Mitte ihrer Körperschaft diejenigen zu unterdrückenstreben, welche durch Geistesgröße, Reichthum und Volksvertrauenzu sehr cmporragen, weil solche Eigenschaften den Weg zu einer,wenn auch nur vorübergehenden, Monarchie bahnen.
Das Jahr 1319 wurde demnach für Venedig das verhängniß-schwerste seines Daseins.
4. Eroberungen im Morgenlande.
Bis zu diesem Zeitpunkt, von welchem an sich Alles änderte,war die Zeit der Jugend, der Reizbarkeit und Kraftfülle Venedigsgewesen, das sturmvolle Heldenalter der Republik. Zur Beschir-mung und Ausdehnung seines Handelsverkehrs war das Volk krie-gerisch geworden; und um seine Kriege mit größerer Macht zuführen, war es dem Handel emsiger obgelegen. Die Duca'S,voller Ehrgeiz und im stolzen Gefühl fast so unbeschränkter Gewalt,wie sie irgend ein europäischer Fürst genoß, hatten auf großenHeerfahrten ihre Hoheit zu vermehren getrachtet; dabei gewannensie noch, daß ihre Mitbürger, während diese auswärts Ruhm undSchätzen nachjagten, der einheimischen Zwiste und Meutereien ver-gaßen, zu denen sie in der Muße des häuslichen Lebens geneigtwaren.
Die Eroberung Dalmatiens hatte den Staat mit verwegenenSvldaten, gewandten Seeleuten und allen Bedürfnissen der Schiff-