40
seine Feldherren die legitimsten Monarchen der von ihnen bezwun-genen Reiche gewesen; denn die Unterjochten hatten denselben jaTreue geschworen nnd die Fürsten selbst hatten sie feierlich aner-kannt. So wären die heldenmüthigen Völker Deutschlands undItaliens, Niederlands und Spaniens Rebellen gewesen, als sieim großen Aufstande das Joch des Unterjochers brachen. Sohätten ja die Stifter des heiligen Bundes Wider ihre eigenenGrundsätze gehandelt, als sie dem allgemeinen Aufruhr freudigHand boten."
„Nun aber haben wir nichts anderes gegen die Osmancn be-gonnen, als eure eigenen Völker gegen das französische Kaiserreich;und wir sind um so eher zu rechtfertigen, als doch französischeZivilisation nnd türkische Brutalität nicht zu vergleichensind; um so eher, da wir zu keiner Zeit das Herrscherthum derasiatischen Fremdlinge ans nnserm Boden willig rechtlich aner-kannt haben. Eine ernste, in jedem Jahrhundert mit unscrmBlute besiegelte Rechtsverwahrung gegen türkische OLerherr-lichkeit ging von Geschlecht zu Geschlecht, von der Mutter zumKinde, bis auf unsere Zeiten. Denn der Feind eines Volkeskann nie die legitime Obrigkeit eines Volkes sein. — Und ihrheißet uns Rebellen?"
„Die Pforte ist Wider den heiligen Bund der Ghauts. WirGriechen aber kämpfen für dessen Grundsätze. Es ist in ihm derfeste Wille der Monarchen für Ordnung, Gerechtigkeit und Ruheder christlichen Nationen ausgesprochen wider alle Anarchie. Aberwas zwang uns zur verzweiflungsvollen Nothwehr? Eben die un-erträgliche Anarchie der türkischen Verwaltung, in welcherder Wille des Sultans, der Pascha's nnd Sandschaks menschlicheund göttliche Ordnung unter die stolzen Fersen rollte. Darumerhoben wir uns. Wir stellten nach den ersten Siegen eine ge-setzliche Ordnung unter uns her, wie wir sic seit Jahrhunder-