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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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hat Gottesmuthes genug, sic für mehr als frommes Geträume zuhalten? Wir Haien der Kabinetshelden und Schlachthelden, derHofhelden und Tageshclden Uebersiuß; aber der Held Gottesund der Menschheit fehlt leider noch und wird erwartet."

Es ist uns Unglücklichen nicht fremd, daß ein heiliger Bunddie Mächte des gesammten Welttheils vereint. Er ward unsereHoffnung, weil er christliche Fürsten und christliche Volker um-faßt. Die osmanische Pforte stand nie in denselben eingeschlosscn.Wir, aber nicht die Türken, sind das uralt-christliche Volk. Ver-gebens! Hingegen der Bund gereicht den Osmane» zum Hort,und uns zum Verderben! Denn legitim nennt man den mitChristcnblut besudelten Thron des asiatischen Sultans; uns nenntmau Aufrührer gegen die von Gott gegebene Obrigkeit."

Wir, Anfrührer gegen legitime Herrscher? Die Türken sindnie die angeborncn Oberhcrren, sondern stets die angeborncnFeinde der Griechen und ihres Glaubens gewesen. Tür-ken oder wisset ihr cs anders? waren Eroberer und Unter-jocher; wir nur rechtslose Knechte. Sklaven haben keinen Mo-narchen, sondern 'einen Leib- und Halshcrrn. Es gibt keinenlegitimen Despotismus! Das göttliche Recht in der Brust desMenschen geht ewig dem Faustrecht des Unterdrückers vor. Undwenn der Großvezicr Kara Mustafa im Jahre 1883, als er dietürkische Macht siegend bis vor die Mauern Wiens geführt, sieg-reich geblieben wäre, wenn Siebenbürgen, Ungarn, Mähren undOesterreich Beute der Asiaten geblieben wären, wenn Wien nunHauptstadt eines türkisch-deutschen Paschaliks geworden wäre,wie? dann hättet ihr die treuen, christlichen Ungarn und Deutschenals Rebellen geächtet und verstoßen, falls sie der asiatischen Gräuelmüde geworden wären?"

Fern sei von uns, daß bloße Gewalt eines Eroberers Legiti-mität seiner Herrschaft begründe. Sonst wären Napoleon und