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gen aller wehrlosen Priester, Frauen, Jungfrauen und Kinder,die Einkerkerungen, Ersänfungen, Wegschleppungen von Tausendenin ewige Sklaverei den göttlichen Abscheu in der Brust aller gesit-teten Europäer hervorgcrufcn haben.
Zwar schienen die Höfe nur eine unparteisame Stellung an-nehmen zu wollen: ihre Sprache trägt die äußere Würde der Be-sonnenheit. Aber sie blieben nicht desto minder im Widerspruchmit dem Urthcil der gesitteten Welt. Dieses Nrtheil ist um sobedeutsamer, da cs im gesammten Europa und Amerika dasselbeist; da cs sich tu verschiedenen Ländern den religiösen Parteienanschließt und neue Stärke verleiht; da cs ans solche Weise mehr,denn jeder andere Meinungszwist, früh oder spät in die Ordnungendes bürgerlichen Lebens eingreifcn kann, und mehr oder minderhie und da Liebe und Vertrauen zu den Thronen oder deren näch-sten Umgebungen schwächen dürste.
Ich möchte nicht dieses Widerspruchs willen die Höfe oder dieverkennen, welche die Kabinete leiten. Selbst dieser Widerspruchist nothwendige Folge entgegengesetzter Verhältnisse. Denn Na-tionen entscheiden mit weltbürgerlichem Sinn nach Eingebungendes reinmenschlicheu, religiösen Gefühls, nach ewigen Gesetzen derVernunft; Höfe hingegen mit Hinblick auf Bedürfniß und Kraftihrer Staaten, auf Stellung der Nachbarreiche, auf deren zu be-günstigende oder zu vereitelnde Plane. — Nationen sehen inihre tausendjährige Vergangenheit zurück, in eine hundertjährigeZukunft hinaus, um ihr Urtheil zu begründen; — Höfe hingegenfordern nur von der Gegenwart das Wort, und berechnen ihrenSchritt nach Erlaubniß des eben gebietenden Augenblicks. — Na-tionen, gleichsam unsterbliche Genossenschaften, sprechen im Na-men der unsterblichen Menschheit, deren großer Thcil sie sind; —Männer des Hofes hingegen im Namen des einzelnen Staates