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Weh aller Haushaltungen beschlägt, nicht dem trüglichen Gut-dünken einiger Wenigen, sondern lieber der Berathung derEinfichtvollern des ganzen Landes überlassen, wie in England, inNorwegen, in Schweden, in Frankreich, Bayern, Würtemberg n. s.w.Es will diese Ehren und Rechte nicht in Staatsnmwälzungen er-stürmen, in denen alle Ehren und Rechte zu Grunde gehen, son-dern sie gern aus der Hnld des Landesherrn empfangen.
Verhältnismäßig unendlich klein ist gewiß allezeit neben derMasse der Nationen die Partei der sogenannten Freiheitsschwind-ler, in deren Gemüth sich noch nicht die Ideale mit den Verhält-nissen der gebieterischen Wirklichkeit versöhnt haben, und die übersich nur Tirannen, unter sich nur Sklaven erblicken, oder diedas Königthnm Haffen, eben weil es Königthum ist. Ihre Zahlist so klein und ohnmächtig, daß sie selbst in keiner einzigen derneuern Staatsumwälzungen zum Wort kommen konnten; aber siefind hin und wieder nicht ganz ohne Einfluß geblieben, weil ihrWarnen: „man dürfe von der Gnade und freien Entschließung derKönige kein besseres Loos erwarten," durch die Höfe bestätigt znwerden schien. Eben dadurch strömte ihr Ungestüm in das unzu-friedene Volk, und in Portugal und Spanien, in Neapelund Piemont ward die Gewalt zur Tagesordnung gebracht.
Noch nie ist eine Staatsumwälzung das Werk einer ein-zigen Partei gewesen; immer sah man dabet deren wenigstenszwei thätig, und jede von beiden mit gleicher Leidenschaftlichkeitnicht das Gerechte, das Zweckmäßige, sondern das Zuviel be-gehren. Wo sich Fürst und Volk in Gerechtigkeit und Mäßigungdie Hand boten, gingen noch immer alle Parteien kraftlos unter.Wo sich aber der Hof mit einer, das Volk mit der andern Parteiverbanden, stürzten zuletzt Fürst und Nation ins Verderben.
Sobald Hof und Volk nicht sich, sondern den Parteien Handbieten, beginnt heimlicher Krieg des Landesherrn mit seinen