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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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19
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Willkür. Ihr genügte nicht Heiligkeit nni> Verantwortungslosigkeitdes Souveräns, nein, sie wollte, unter der Aegide des Souveräns,an dieser Heiligkeit und Unvcrantwortlichkeit Theil nehmen, weilaus ihrer Mitte die höchsten Staatsämter und Verwaltungen be-setzt wurden. Nichts natürlicher, als der Widerwille der Groß-beamten gegen stellvertretende Verfassungen, durch welche nur sie,nicht der Monarch, an Macht einbüßen, und nur sic, nicht derMonarch, beaufsichtigt, verantwortlich gemacht und in eine Stel-lung zwischen Thron und Volk gesetzt werden, welche die höchsteKlugheit und Gewissenhaftigkeit nöthig macht.

3. Was die Völker wollten.

Man hatte sich bisher bereden wollen, die Völker hätten eigent-lich keinen Willen. Inzwischen hat die Erfahrung anders gelehrt.Wir wissen, das Volk hat eine Meinung, und aus Meinung gehtWille. Wir wissen, daß auch die Meinung des Mächtigsten bricht,wie die eines Napoleon brach, wenn sich der Wille der Nationvon ihm trennt (denn erzwungene Werke find halbe Werke); undhinwieder, daß ein klein geachteter Fürst furchtbar wird, wennder Wille seiner Nation für ihn entscheidet. Preußen erhob sichaus seiner Ohnmacht mit zermalmender Riesenkraft zur Befreiungdes vaterländischen Thrones. (Die Werke des ganzen Willenswerden ganze Werke.)

In allen größern Reiche» Europens begehrte die Mehrheit derBewohner wohl keine Republik. Selbst Spanier und Portugiesen,Neapolitaner und Piemontcsen hielten treu an ihren Königen,und sogar die Franzosen kehrten zur Monarchie zurück. Das Volkwill den König, dessen Hof und den Glanz von dessen Thron, aberHerrschaft des Gesetzes; nicht Beschränkung der Monar-chen, sondern der Beamten; und möchte, was das Wohl und