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große Masse, durch Bildung und Eigenthum mächtig, stand ent-gegen, das Volk der Städte nämlich.
Ungefähr da, wo das deutsche Landvolk im sechszehnten Jahr-hundert, zur Zeit Thomas Münzers, stand, mag die größereMenschcnmasse stehen, welche heutiges Tages Spanien, Por-tugal und Italien bewohnt. Nur haben Spanien, Portugal undItalien nicht die Menge freier Städte, wie sie Deutschland ehe-mals besaß; nicht die Menge der vielseitig gebildeten Genossendes Bürgerstandes und seiner Freiheiten; ja, die Masse der Ge-bildeten selbst war durch Anblick des allgemeinen Unheils empört.
Aus eben dem Grunde ist gegenwärtig in Frankreich eineneue Staatsumwälzung nicht so leicht mehr, als vor dem Jahr1789. Durch Verkauf der unermeßlichen Kloster- und Adelsgütcr istdas Landvolk in Besitz von Eigenthnm gelangt, und, durch dieBesteurung aller Stände nach gleichem Gesetz und Maß, der Wohl-stand über alle Theile der Nation allgemeiner verbreitet. Dies,und durch den Revolutionssturm beförderte Aufklärung und öffent-liche Bildung, gibt für die Ruhe Frankreichs stärkere Gewähr-leistung, als Zwang der Pressen, Sendung der Misstonarien undandere dergleichen Fehlgriffe, die mehr Bitterkeit erwecken, alsstillen.
Daß aber nicht auch Frankreich noch einmal in die blutigeBahn der Staatsumwälzungcn eintreten könne: wer möchte dafürBürge sein? Wenn es je geschieht, so wird daran nicht der Wohl-stand, nicht die Aufklärung, nicht die Preßfreiheit der NationSchuld sein, sondern das Gegentheil. Man stelle die alten Vor-rechte des Adels und der Geistlichkeit, die Willkür des Hofes, denMinisterialdespotismus her, mache Besitzer ehemaliger National-güter in ihrem Besitzthum unsicher und ersticke durch Preffcnzwangdie Publizität, — und das Werk ist vollbracht. Schneller und all-gemeiner würde der Sturm ausbreche», als im Jahr 1789, weil