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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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die große Mehrheit der Nation nicht nur deutlicher sich bewußtwäre, was z» thnn sei, sondern auch, weil sie mehr, als sie vor-mals gehabt, einzubüßen in Gefahr stände.

Die ungeheure Mehrheit von den Bewohnern des südlichenEuropa's war bisher in sklavcnhafter Unterwürfigkeit gewohnt, demgebieterischen Willen der Paschen, der Grandes, Baronen und andererHerren zu dienen. Sie sah da nur diePerson, eine Art höher» undmächtiger» Wesens, und diente nur dieser, so wie das unmündigeKind dem Vater, der Leibeigene dem Leibherrn, das gedankenlose Thierdem Eigenthümer dient und gehorcht. Diese Nnterthänigcn warennicht in Folgeleistung unterrichtet, sondern abgerichtet. Siegehorchten, weniger aus Ueberlegnng, als aus Furcht vor Inquisi-tion, Kerker, Hunger, Schwert, Stock und Bastonnade. Vor Zeitenwaren eben diese Nationen freier gewesen; aber ihre Freiheit istallmälig bis ans die letzte Spur verwischt worden, daß man kaumnoch das Wort läbsrtns anderswo, als, wie in Genua (nach LadyMorgans Erzählung), auf den schweren Eisenketten der Galeeren-sklaven findet.

Plötzlicher Uebergang aus Nacht in Tag, aus Knechtschaft mLosgebundcnheit, welche Wirkungen muß er haben? Er wirddiejenigen haben, welche er in Frankreich hatte. Die Hefen desVolkes werden vom allgemeinen Sturm angeregt in die Höhe steigen,und die wenigen Guten und Weisen werden nntergehen. Der naheAufruhr in der Ideenwelt dieser Völker wird der Quell bürger-licher Verwirrungen, Faktioncn und Parteienkriege werden.

Fragt man: Wer trägt die Schuld am langen Unglück, welchesüber Griechenland, Portugal, Spanien, ja selbst, trotz der fremdenBesatzungen, immer noch über einem Theil Italiens schwebt? Sinddiejenigen anznklagen, welche die alten, morschen Ketten des Pascha-